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Aktuelles aus dem Iran vom 15. Mai 2007

 

Wir sind immer noch auf dem Heimweg und alles ist ok (ausser dass es gerade regnet und wir wieder die Pullover hervorsuchen mussten)!

 

Im Moment kurven wir mit voller Freude im Iran herum. Es gäbe noch sehr viel zu sehen, doch der Count-down der Heimreise sitzt uns im Genick und wir dürfen keine neuen Umwege mehr einbauen!

 

Doch der Reihe nach:

Die Fahrt von Islamabad bis hinunter nach Sukkur war geprägt von Landwirtschaft, dann wechselte es zu Wüste und vor Quetta ging die Fahrt durch Berglandschaften und Schluchten auf die Hochebene hinauf. Vor allem dieses letzte Stück hat uns sehr gut gefallen.

 

Zur Sicherheit in Pakistan: Die Provinz Balochistan gilt als unsicher, Teile davon sind für Touristen gesperrt, in anderen Teilen wiederum wird man von der Polizei begleitet. Wir erhielten eine Eskorte von Sukkur bis Quetta. Von Quetta an die iranische Grenze, dort wo wir wegen der Nähe zur afghanischen Grenze am ehesten Probleme erwarteten, liessen sie uns alleine fahren.

 

Der Grenzübergang war wie immer zeitaufwendig aber problemlos. Kurz nach der Grenze kamen wir an eine erste iranische Polizeisperre, wo man uns klar machte, dass unsere Weiterfahrt nur noch mit Polizeieskorte möglich sei, die Gegend sei unsicher, wir sollen warten. Nach einiger Zeit war das Fahrzeug da und es ging weiter bis nach Zahedan. Erst im Hotelhof, als wir uns dort angemeldet hatten, liessen sie uns wieder allein. Am nächsten morgen waren sie wieder zur Stelle, ein Polizist mit Maschinenpistole ständig neben uns beim Einkaufen, in der Bank und an der Tankstelle. Erst kurz vor Bam, nach ca. 300 km liessen sie uns frei fahren.

 

In Kerman, auf unserem Weg zu einem Internet, kamen wir an eine grosse Menschenansammlung. Der Staatspräsident komme erstmals in seiner Amtszeit nach Kerman zu Besuch. Anstatt um 11.00 Uhr kam er dann erst um 15.30 Uhr, aber die Strassen waren gleichwohl immer noch gesäumt von einer grossen Menschenmenge. Vom Präsidenten sahen wir zwar nichts, er hielt sich hinter den dunklen Scheiben seines Wagens versteckt, aber die Warterei lohnte sich trotzdem: Viele, vor allem junge Leute kamen zu uns und wollten reden. So ziemlich über alles sprachen sie, in erstaunlich gutem Englisch. Überall im Iran machten wir ähnliche Erfahrungen, die Leute kommen und wollen diskutieren. Vor allem interessiert es sie, was wir vom Iran halten, heikle Fragen, diplomatische Antworten sind gefragt!

 

Weiter besuchten wir Yazd, Shiraz und natürlich Esfahan. Moscheen, Mausoleen, schöne Altstädte, und immer wieder die Basars und was im Iran besonders auffällt: Parkanlagen mit Brunnen und überall Leute am Picknick. Und die Parks sind gepflegt und sauber!   

 

Persepolis, die 2500 Jahre alte Ruinenstadt gibt sehr eindrücklich Einblick in die vorislamische Geschichte des Irans. Erst 1930 wurde Persepolis wieder entdeckt und ausgegraben. Viele Reliefs sind sehr gut erhalten und erzählen Geschichten aus der damaligen Zeit, bevor Alexander der Grosse im Jahr 330 BC die Stadt plünderte und in Asche legte.

 

2 Sachen sind sehr speziell im Iran:

 

1.  Laura darf sich nur mit Kopftuch in der Öffentlichkeit bewegen. Alle Frauen sind komplett bedeckt, hauptsächlich mit schwarze Kopftuch, schwarzer Überhang, schwarze Hosen und schwarze Schuhe (es gibt zwar Ausnahmen aber wenige). Als Touristin muss man nicht alles genau so haben, aber das Kopftuch ist absolut Pflicht.

2.  Die Preise für Treibstoff: 1 Liter Benzin kostet 600 Rial, 1 Liter Diesel kostet 164 Rial. Zum Umrechnen: Für 1 US$ gibt es 9500 Rial, d.h., der Diesel kostet uns gerade 2 Rappen pro Liter! Der Staat subventioniert den Treibstoff mit jährlich 4 Milliarden US$.

 

Im Moment sind wir in Täbris, in 2-3Tagen werden wir in die Türkei einreisen.

 

Die Bilder und Details zu Pakistan und Iran werden wir erst später (d.h., zu Hause) zusammenstellen.

 

Bis bald!

 

Heiri & Laura

 

 

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