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Darchen - Mt. Kailash - Manasarova-See – Purang

 

Darchen

Darchen, ein kleiner Ort südlich am Mt. Kailash gelegen ist der Ausgangsort für die Pilger, die sich mit einer Umrundung des heiligen Berges Verdienste erwerben wollen.

Das alte Darchen ist eine Ansammlung von kleinen Läden, wo man fast alles findet, was der Pilger resp. Wanderer in unserem Falle, benötigt. In den letzten Jahren wurde der Einfluss der Chinesen unübersehbar, es entstehen neue Gebäude (allerdings ohne jegliche sanitäre Einrichtungen) und neue Strassen, das alte wird langsam verdrängt. Der Ort gehört leider zu den dreckigsten, die wir sahen. Müll und Fäkalien überall.

Wir waren sehr froh, dass wir ausnahmsweise mit unseren Campern im Compound der Tibeten Medical Clinic stehen konnten. Margrit und Günther kennen den Leiter der Schule von einer früheren Reise und konnten uns so einen geschützten, sauberen und ruhigen Stellplatz organisieren. Diese Medical Clinic mit angegliederter Schule für Tibetische Medizin wird von Schweizern gefördert und konnte in den letzten Jahren einen weiteren Ausbau realisieren.

 

 

         

Manimauer mit teilweise sehr schönen Gebetssteinen

 

         

Tibetische Pilger in Darchen

 

 

         

Die Hauptstrasse von Darchen, wir nannten sie die Bahnhofstrasse. Pool-Tische sind in Tibet weit verbreitet, auch hier wird oft gespielt.

 

 

                     

Hier, ebenfalls an der Bahnhofstrasse wird gerade eine Ziege                  Die Brücke steht etwas verloren da, der Anschluss fehlt noch.

geschlachtet.                                                                                                     Wir beobachteten, wie unter der Brücke ein Yak geschlachtet

wurde. Der Fluss kam daher eine Zeit lang schön rot daher, was

jedoch die Haushalte und Hotels weiter unten am Fluss kaum

störte, sie brauchten das Wasser auch so.

 

         

Hunderudel gibt es überall, die sich vor allem nachts mit ihrem               Am Dorfrand gab es ein kleine Reparaturwerkstätte, wo auch unser

Bellen bemerkbar machen. Aber auch Solarpanel sahen wir im             Fahrer eine Reifen reparieren konnte.

Tibet sehr  viele, tagsüber werden damit die Batterien aufgeladen,

die dann am Abend für die Beleuchtung von Läden, Wohnungen

oder Zelten verwendet werden.

 

         

Die Schattenseite Darchens, Müll und eine gutgemeinte WC-Anlage, doch scheinbar sch… man lieber daneben, dort stinkt es etwas

weniger

 

                     

Es ist uns nicht so klar, wofür diese neuen Gebäude sein sollen, denn ohne Wasser und sanitäre Anlagen können sie wohl kaum als

Wohnraum genutzt werden. Möglicherweise werden auf der Strasse noch Wasserstellen und WC-Anlagen gebaut.

 

 

         

Eine Tankstelle gibt es nicht in Darchen, aber in einem Hotelhof gab es „Fässlidiesel“, den wir sicherheitshalber nur über einen Filter einfüllten.

Neben dem Verkauf von Diesel betrieb der einfallsreiche Tibeter auch ein kleines Teehaus und backte Brot für die Pilger. Er verkaufte uns

Denn auch 2 Kilo Mehl.

 

 

 

Spital und Schule für Tibetische Medizin in Darchen

 

 

         

Der Compound ist von einer grossen Mauer umgeben, Platz für weiteren Ausbau gibt es genügend.

 

 

         

Im Moment sind Ferien, darum st es so ruhig auf dem ganzen Areal, das Volleyballnetz wird nach den Ferien sicher wieder genutzt.

 

 

         

Eine moderne Solaranlage sorgt für Strom, und wenn das nicht reicht, stehen 2 Dieselgeneratoren bereit.

 

 

         

Wir campieren in einer ruhigen Ecke der alten Gebäude                         Wenn die Sonne scheint ist es sogar warm genug zum Waschen,

doch am Morgen waren die Wasserschläuche meistens eingefroren

 

 

Es ist mittlerweile Ende September, zum ersten Mal gab es Schnee

 

 

                     

Auf dem Gelände der Tibetischen Klinik gibt’s auch eine kleine Klosteranlage ….

 

 

                              

…. Mit Gebetstrommeln, …                                                                             … Versammlungsraum ….

 

 

         

.. und Bibliothek

 

 

 

 

 

Mt. Kailash, 6714m, Asiens heiligster Berg

 

Der Mt. Kailash gilt bei Buddhisten als Zentrum der Welt und ist das Quellgebiet von 4 grossen Flüssen Asiens (Karnali/Ganges, Indus, Bramaphutra und Sutlej) . Für Hindus wie für Buddhisten gilt der Berg als Sitz der Götter und ist heilig. Für viele Buddhisten gilt die Umrundung (=Kora, immer im Uhrzeigersinn) dieses Berges als eines der höchsten Ziele in ihrem Leben. Mit einer Umrundung erwerben sich die Gläubigen unendlich viele Verdienste für ein besseres nächstes Leben (d.h., sie erabeiten sich ein besseres Karma) und tilgen eventuell vorhandene Sünden im jetzigen Leben.  

Auch für Bergsteiger ist die Gipfelregion des Berges tabu, Reinhold Messner erhielt zwar in den 80-er Jahren ein Genehmigung für eine Besteigung erhielt, respektierte aber dann die Bedeutung des Berges und ging nicht hinauf.

 

Für uns war der Pilgerweg eine sehr interessante Bergwanderung, 55 km lang mit dem Dolma La Pass 5700m als höchstem Punkt. Die Bewältigung des Passes war technisch problemlos (Wanderweg!), aber dennoch anstrengend, die dünne Luft zwang uns immer öfter zum Ausruhen, je höher wir stiegen. Wir wanderten die Strecke in 3 Tagen, übernachteten einmal in einem so genannten „Teahouse“ und das 2. Mal in einem Kloster, was für uns ein einmaliges Erlebnis war. Das Wetter war mehrheitlich gut, nur oben am Pass begann es für kurze Zeit zu schneien, was uns die Kälte noch mehr zu spüren gab.

 

Die meisten Pilger waren Tibeter, die teilweise mit der ganzen Familie unterwegs waren. Sie hatten Packpferde oder Yaks dabei, mit Zelten und ihrer ganzen Küchenausrüstung beladen. Daneben gab es indische Pilger und recht viele westliche Pilger/Touristen/Bergwanderer verschiedenster Nationalitäten, welche wohl auch aus verschiedenen Motivationen die anstrengende Stecke unter die Füsse nahmen. Einige hatten Träger, Pferde oder Yaks dabei für ihr Gepäck, doch die meisten (wie wir auch) waren mit einem Rucksack unterwegs.

 

 

         

Mt. Kailash 6714m                                                                                             Die Wanderung führt auf der Westseite des Berges Richtung

                                                                                                                             Norden, und schon bald begegnen wir den ersten Teehäusern.

 

         

Die organisierten Touren schicken Zelte und Gepäck ihrer Kunden mit den Yaks

 

 

         

Wir wandern mit leichtem Gepäck                                                                Vis à vis des Kailash sind diese eigenartigen glatten Felsen

 

 

         

Zwischendurch geben die Wolken einen Blick auf den Kailash frei          Gebetssteine, -fahnen und Jackschädel am Wegrand

 

 

         

Der grosse Fahnenmast: Er wird jährlich neu aufgestellt und mit               Für einige Teehäuser ist die Saison bereits zu Ende, sie zügeln mit

Gebetsfahnen behängt.                                                                                 allem hinunter ins Tal

 

Nicht alle Wanderer fühlen sich fit genug, dann muss eben ein

Yak oder ein Pferd weiterhelfen.

 

         

Am 1. Abend bei unserem Teehaus, es wird eine kalte Nacht werden. Zum Glück wärmt die Sonne am anderen Morgen wieder. Überall

entlang der Wanderstrecke liegen Manisteine (Steine mit eingravierten Gebeten), die die Pilger hier deponieren.

 

 

         

Schöne Wanderstrecken, unter der Brücke hängt der obligate Schafskopf, der für die Passanten (Tier und Mensch) dieser Brücke

Schutz bieten soll.

 

         

Im Aufstieg zum Pass. Während einer Verschnaufpause gesellte             Der Dolma La Pass 5700m ist erreicht, die Pilger hinterlassen

sich ein Fernsehteam aus den USA zu uns und wollte mit uns ein            hier ihre Gebetsfahnen, Kleidungsstücke oder Haarsträhnen.

Interview machen über die Beweggründe unserer Kailash-

Umrundung. Schade, dass wir die Sendung nicht sehen konnten         

                                                                               

         

Wir sind bereit für die nächste kalte Nacht, diesmal in einem                   Das letzte Stück der Wanderung führt entlang dieser

kleinen Kloster (Zutul-Puk)                                                                                schönen Schlucht

 

         

Das ist der Sündentest, es heisst, wer da nicht durchgehen kann           Müde Wanderer am Ende der Kora. Bitte beachten: Kinder

der hat viele Sünden. Ich schafft es problemlos auch mit dem                haben in der Regel alle einen Hosenschlitz, das erspart Windeln ….

Rucksack, heisst das nun, dass ich ……..      

                                                                                                                            

 

 

         

Kalte Wäsche: In der Sonne trocknet der starke Wind sehr schnell, im Schatten jedoch gefriert die Wäsche innert Minuten.

 

 

 

 

Manasarova-See

Was auf den nachstehenden Bildern fast kitschig aussieht ist Realität: Der See ist unglaublich blau. Wie der Mt. Kailash gilt auch der Manasarova-See für Buddhisten und Hindus gleichermassen als heilig. Die Pilger beider Glaubensrichtungen umrunden den See (ca. 100km), wobei sie entweder in Zelten oder in den wenigen Klöstern rund um den See übernachten. Speziell die indischen Pilger nehmen ein rituelles Bad bei der Trugo Monastery, und das auch in dieser kalten Jahreszeit

 

Für uns war der See ideal für ein paar Tage Ruhe und Erholung. Wir machten keine Wanderungen, sondern genossen die Einsamkeit und das schöne Wetter. In der Nähe des Sees gibt es heisse Quellen, das war unser erstes warmes Bad auf unserer Reise, wir genossen es!

 

         

Gossul Monastery, mit herrlichem Blick über den See                                 Es soll Fische geben im klaren Wasser, doch ist leider das Fischen verboten

 

 

         

Von Ferne grüsst der Mt. Kailash                                                                     Wir geniessen die Ruhe  und Einsamkeit am See

Der Manasarova-See liegt mitten zwischen den beiden heiligen

Bergen Mt. Kailash und Gurla Mandata.

 

         

Chiu Monastery                                                                                                 Tibetische Pilger unterwegs am See, …

 

 

         

… sie haben alles mit dabei, Zelte und                                                         die komplette Küche mit Kochherd und Pfannen

 

 

         

Ein Blick hinüber zum Nachbarsee im Westen, dem Rakshas Tal. Farblich gleich wie der Manasarova, aber es soll  keine Lebewesen geben

in diesem Wasser. Über beide Seen gibt es viele Geschichten aus dem Bereich der Glaubens resp. Aberglaubens.

 

         

Frühstück mit Sicht auf den Mt. Gurla Mandata 7728m                            Und immer wieder sehr schöne Manisteine

 

 

         

Tibetisches Restaurant                                                                                      Was man nicht alles auf ein Motorrad bringt: Neben Zelt und Küche

                                                                                                                             will dieser Pilger sicher noch heiliges Wasser vom Manasarova

für seine Familie mit nach Hause bringen.

 

         

Diese Chörten wurden gerade neu gemalt, ….                                           .. hier ist die Maler-Equipe. Zur Erinnerung: Farbe wird mit kleinen

Kübeln an das Objekt geschmissen, dabei bekommen halt die

Kleider, der Boden, usw. jeweils auch einiges an Farbe mit.

 

Hier wurden sowohl Fenster wie Bierflaschen gleich weiss gemacht

 

 

         

Gut 10km westlich des Manasarova fanden wir (Lonely Planet sei Dank!) diese Quelle. Heisses Wasser à discretion, das war fantastisch.

 

 

         

Es scheint, dass es uns gefällt

 

 

         

Es gurgelt und sprudelt

 

 

           

 

 

Purang

Ca. 70km südlich des Manasarova Sees liegt die Grenzstadt Purang, sie ist eigentlich ein Dreiländereck, sie grenzt gleichermassen an Nepal und Indien. Wir hatten Zeit, und so machten wir diesen Abstecher, der sich lohnte. Die Strasse führte durch schöne Gebirgslandschaften und wir sahen erstmals eine ganze Bergkette des Himalajas. Die Stadt wird im Moment von den Chinesen umgekrempelt, alles wird neu gebaut, der alte Basar ist verschwunden und durch einen neuen chinesischen Basar ersetzt, und überall hat es Militär.

 

 

         

Der wohl einsamste Campingplatz: Auf dem Gurla La Pass, mit dem majestätischen Gurla Mandata 7728m im Hintergrund

 

 

         

Rehe suchen sich ihr Futter auf den kargen Grasebene                            Typisches Haus mit Holzvorrat

 

 

         

Durch eine schöne Schlucht kommt man nach Purang hinunter            Der Wachtturm rechts oben ist Sinnbild dieses Ortes. Ich weiss nicht,

ob die Chinesen vor den Nepalis Angst haben, aber sonst ist ja

niemand in der Nähe …

 

         

Diese Tankstelle sieht besser aus als der Diesel, den sie verkaufen.           Überall wo sich die Chinesen niederlassen, bauen sie Treibhäuser.

Doch ich merkte es erst, als der Sprinter furchterregende schwarze        Das heisst, man bekommt gutes Gemüse, das war wirklich gut.

Rauchschwaden ausstiess und bei der kleinsten Belastung gleich

sehr heiss wurde. Der schlechte Diesel hatte weitere Folgen:

Sowohl Heizung wie Kocher (die mit Diesel betrieben werden)

verrussten so stark, dass sie den Geist aufgaben.

 

         

Gokung Monastery in Purang, teilweise in den Felsen gebaut                 Purang liegt unter 4000m, und es gibt wieder Bäume, hier in

schönen Herbstfarben

 

         

Spital in Purang, vermutlich von Russland gesponsert.                               Traktorenpark neben einer Reihe einheimischer Restaurants. Das

                                                                                                                             Essen muss wohl gut sein.

 

         

Der neue von den Chinesen gebaute Basar, teilweise noch im               Mulis transportieren Holz (Schmuggelware!) von Nepal nach Purang

Bau. Er hat (noch) keine „Basar-Atmosphäre“

               

 

 

Ein letzter Blick zurück zum Gurla Mandata, bevor wir diese

schöne Gegend verlassen.

 

 

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