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Von Shigatse nach Darchen

 

800 Kilometer auf der Südroute: Viele Baustellen, schöne Landschaften, unschöne Mülldeponien, Menschen, Tiere und vieles mehr.

Wir hatten diesen Reiseabschnitt mit durchschnittlich 100km pro Tag geplant, was sich dann in der Realität auch als sinnvoll erwies. Durch die Baustellen schafften wir gerade mal 10km pro Stunde, sonst aber ging es recht gut vorwärts. Normalerweise hatten wir genügend Zeit, um am Abend noch kurz in der Sonne zu sitzen und die Gegend zu geniessen. Das Wetter war recht durchzogen, zwischendurch gab’s auch mal einen Regentag, was eigentlich für diese Jahreszeit nicht mehr sein sollte.

 

 

Von uns

 

                    

Schui und Everest, der chinesische Fahrer und der tibetische                   Der Mitsubishi hatte so seine Probleme, aber irgendwie ging es

Führer. Ein gutes Team!                                                                                     immer wieder weiter.

 

        

Während wir die Nächte in unseren Wagen verbrachten,                        Im „Konvoi“ unterwegs

suchten sich Schui und Everest jeweils ein Guesthouse, oder wie

hier, wo sie bei einem Strassenarbeitercamp Unterschlupf fanden

 

                             

Es gibt wieder einmal Forellen!                                                                        Es sind erstaunlich viele Radfahrer unterwegs, hier sogar ein

Deutscher mit einem Liegerad

 

        

Hans hat Geburtstag, Grund genug für einen speziellen Apéro und anschliessendem Super Curry von Doris

 

 

        

Endlich läuft wieder etwas im Dorf, wir tanken Wasser und jung              Nach einem Griff in die Ersatzteilkiste ging es auch hier bald

und alt schaut zu.                                                                                             wieder weiter.

 

 

 

Entlang der Strasse

 

Das tibetische Hochland liegt hier auf 4400-5000 m. Wir fahren durch die Täler Richtung Westen, den Flüssen entlang, hin und wieder kommt ein See, immer sind wir umgeben von Hügeln und Bergen. Es ist Herbst, es gibt nicht mehr viel Grünes in der Natur, die Tiere suchen das letzte Futter zusammen. Manchmal zeigt sich am Horizont ein schneebedeckter Berg oder eine Bergkette.

 

 

        

Zeugen früherer Kulturen südlich von Sakya                                                Auf einem namenlosen Pass südlich von Sakya (4900m) sahen wir

                                                                                                                             erstmals in weiter Ferne den Mt. Everest.

 

 

Gewitterstimmung, zum Glück zogen die Wolken nördlich an uns

vorbei

 

        

Die Strasse führt uns entlang dem Lang Tso, einem Bergsee                      Bergsee-Idylle, im Hintergrund die Bergketten nördlich unserer Route,

mit klarem Wasser                                                                                              die „Hügel“ sind alle im Bereich von 5000-6000 m Höhe

 

 

        

Das wäre sie gewesen, die Abzweigung in die Nordroute, für die           Unter allen Brücken, unabhängig der Gösse, hängen Schafs- oder

wir leider keine Bewilligung erhalten haben.                                                wie hier Rinderschädel. Soll sollen eine sichere Benützung der Brücke

                                                                                                                             für Mensch und Tiere garantieren.

 

        

Die Strasse zum Mayum-La-Pass, 5280 m, windet sich den Berghang hoch

 

 

        

Hochgebirgsdünen, gebildet aus dem Schwemmsand, den der Fluss immer wieder mitbringt.

 

 

        

Eigentlich gäbe es hier jeweils nur eine Strasse, doch sobald diese voller Löcher ist, sucht man sich daneben eine neue Spur, bis auch

diese nicht mehr so gut ist, usw. Leider wird dadurch viel Kulturland vernichtet.

 

        

Zum Glück trocknet es immer mehr ab, sonst hätten wir hier sicher einige Probleme mehr gehabt

 

 

        

Die Fahrzeuge der CHINAPOST trifft man überall, sei es mit LKW                              Typisches „Teahouse“ an der Strasse, hier übernachteten Schui     

Auf den Hauptstrecken oder mit einem 4x4 Pickup auf den                    und Eversest

Nebenstrassen

 

        

Passhöhen werden immer „dekoriert“ mit Gebetsfahnen, Gebetsteinen und Tierschädeln mit Hörnern, es soll gut sein für eine sichere Fahrt

 

 

        

Keine Ahnung was auf dem Schild steht, aber ein Blick durchs Fenster sagt alles: Hier gibt es Bier, Cola, Süssigkeiten, usw.

 

 

        

Der Anhänger war viel zu schwer und stiess den Traktor in den Graben. Erst als alle mit anfassten, konnte die Strasse wieder frei gemacht

werden .

 

 

 

        

Hier wird die neue Strasse wohl nicht lange halten, der Fluss                    Zeugen früherer Herrscher: Die Südroute war schon vor Jahrhunderten

nimmt sich das Gebiet spätestens beim nächsten Monsun wieder         eine sehr wichtige Handelsroute, die durch viele Burgen und Schlösser

zurück.                                                                                                                 der lokalen Herrscher kontrolliert wurde.

 

                    

Fast alle LKW sind fantasievoll dekoriert, die Hakenkreuze                        Hoffentlich haben all die Glücksbringer am Wagen die erhoffte

(Svastika) sind ein lamaistisches Symbol für Festigkeit,                                                Wirkung, der Fahrer dieses LKW könnte etwas Glück gebrauchen.

Ausdauer und Beständigkeit

 

                    

Wilde Deponien am Dorfrand. Mit dem Zivilisationsmüll sind die Leute überfordert. Oft liegt alles einfach um die Häuser herum, oder der Müll

wird am Dorfrand oder im nächsten Bachbett deponiert, von wo aus dann der Wind das ganze wieder in der Gegend herum verteilt.

 

        

Hier sind eifrige Biertrinker am Werk: Komischerweise werden Bierflaschen nicht weggeworfen, sondern gesammelt und vor den Häusern

aufgeschichtet. Scheinbar kommt periodisch jemand vorbei, der die Flaschen mitnimmt und einige Rappen dafür bezahlt.

 

 

        

Besuch von einer vorbeiziehenden Schaf- und Yakherde, der                                Wäscherei am Fluss, Sauberkeit ist eine relative Sache.

Junge rechts trägt einen traditionellen Mantel mit dem Schafsfell

auf der Innenseite. Wenn es zu warm ist, dann nehmen sie einen

Arm aus dem Ärmel heraus, der leere Ärmel hängt dann leer

am Rücken herunter.

 

        

In der Abendsonne grüsst uns der Gurla Mandhata, 7694 m, d.h.,         Es ist Zeit zu gehen: Auf der Rückreise anfangs Oktober

wir sind kurz vor Darchen angekommen. Der Gurla Mandhata                              über die gleiche Strecke hatten wir sehr schönes Wetter, doch

ist für die Buddhisten heilig, hier wohnt die Göttin der Weisheit.                               die Bäche hatten bereits Eis.                           

 

 

 

 

Baustellen

 

Wenn die Chinesen eine Strasse bauen, dann heisst das: Es wird auf einer Strecken von 100 bis 200 Kilometer gleichzeitig gebaut. Entlang dieser Strecken trifft man dann auf unzählige Arbeitercamps. Die Arbeiter (Chinesen und Tibeter) arbeiten und leben an der Strasse. Das Leben in den Zelten oder provisorischen Hütten ist sehr primitiv, und vor allem gegen den Herbst zu ist es nachts sehr kalt (um die minus 10 Grad C).

In der Regel werden die Strecken für den Verkehr nicht gesperrt, sondern man macht provisorische Umfahrungswege. Diese sind bei Regenwetter kaum befahrbar. Zum Glück war der Monsun und damit der Regen fast vorbei, als wir hier vorbeikamen. Trotzdem gab es einige schwierige Stellen, durch Bäche und Schlamm. Dank Allrad und Reduktionsgetriebe ging es aber gut.

 

 

        

Die neue Strasse schlängelt sich durch die Landschaft. Für die Befestigung der Strasse werden kilometerweise Stützmauern gebaut.

 

        

Sehr viel Handarbeit

 

 

        

Gefährlicher Gerüstbau am Fluss                                                                   Sauberer Finish oben auf der Stützmauer.

 

 

        

Betonmischer, dank Generator elektrisch angetrieben                                             Der Fluss war stärker, die Brücke ist weggeschwemmt.

 

 

        

Rationelles Bauen: Hier werden Betonelemente vorfabriziert. In                              Nicht alles ist Handarbeit: Es sind auch moderne, grosse Maschinen

regelmässigen Abständen werden die Elemente direkt an der                               im Einsatz

Strasse fabriziert, denn Kies und Wasser gibt es überall, so muss

lediglich der Zement von weither transportiert werden.

 

        

Hier ein „Grader“                                                                                                              Und natürlich jede Menge Lastwagen mit unterschiedlichen Fahnen,

je nachdem, was er gerade geladen hat

 

        

Unser Camper in Aktion auf einer Umfahrungsstrecke durch Wasser und Dreck

 

 

                                         

                                                                                                                             In der Trockenzeit eignet sich das Bachbett natürlich sehr gut als

                                                                                                                             Umfahrungsstrasse

 

 

 

Tiere

Die weiten Ebenen des Hochlandes werden von Nomaden als Weidegrund benutzt. Riesige Schaf- und Yakherden ziehen herum und suchen das im Herbst spärlich gewordene Futter zusammen.

 

        

 

 

 

        

                                                                                                                             Motorräder sind im Tibet ideale Transportmittel, sogar die Schafhirten

sieht man oft auf diesen Maschinen querfeldein fahren.

 

 

        

Es ist anfangs Oktober und bereits recht kalt. Ziegen und Schafe müssen noch gemolken werden, bevor sie wieder auf Futtersuche gehen

können.

 

 

                    

Der schwarze, grossgewachsene Mastif ist der typische Hund im            Dieser Mastif war schnell, er hat sich ein wildes Kaninchen geholt.

Tibetischen Hochland. Allerdings gibt es selten wirklich reinrassige

Tiere. Die Hunde werden höchstens als Wachthunde eingesetzt,

wir sahen nie welche, die beim Treiben der Schafherden

mitgeholfen haben. Schade, bei so vielen Schafen.

 

        

Yaks sind teilweise reinrassig, wie hier dieser Bulle im Wasser, aber es gibt auch Herden mit Tieren, die mit Kühen gekreuzt wurden.

 

 

        

Es gibt aber auch wilde Tiere, wie hier dies Gazellen und Störche (?), daneben sahen wir grosse Herden wilder Esel. Leider bekommt man

diese Tiere aber nicht so nahe vor die Kamera, wie wir es gerne gehabt hätten.

 

 

 

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