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Usbekistan

 

Das Reiseland Usbekistan

Das wichtigste vorweg: Usbekisten ist ein sehr angenehmes und schönes Reiseland. Die Leute sind freundlich und hilfsbereit, Polizei und Zoll korrekt, keine Probleme.

 

Hier ein paar allgemeine Eindrücke:

 

Scheinbar hat das Land grosse Öl- und Gasvorkommen, es ist also kaum ein armes Land. Die Hauptstrassen sind im Allgemeinen gut, Dörfer und Städte sehr sauber. Die Städte sind modern, mit breiten Strassen, vielen Grünanlagen (Parks und Alleen entlang der Strassen), und immer wieder grosse Brunnenanlagen.

 

Daneben gibt es alltägliche Probleme wie das Folgende: Ich wechselte in der „National Bank of Uzbekistan“ in Samakand $ 100 in Lokalwährung. Margrit wollte nach mir ebenfalls wechseln, aber da hatten die Leute hinter dem Schalter bereits keine Geldscheine mehr. Nachher wechselten wir immer wo es möglich war, aber selten konnten wir mehr als 20 bis 50 $ auf einmal umtauschen. Das scheint das Resultat einer restriktiven Geldpolitik zu sein.

 

Zu spät realisierten wir, dass die meisten Tankstellen, an denen wir vorbeifuhren, gar nichts anzubieten hatten. Nach hartnäckigem Nachfragen vermittelte uns ein Tankwart dann einen Kollegen, der noch Diesel zu Hause hatte. Mit einer Handpumpe konnten wir dort unsere leeren Tanks füllen, zu einem etwas erhöhten Preis (aber mit ca. 50 Rappen/Liter für uns immer noch billig). Die ganze Familie kam heraus und sprach mit uns (mit etwas Englisch, den Rest mit Händen und Füssen), und am Schluss gaben sie uns noch eine Handvoll Tomaten aus ihrem Garten mit. Aber warum Dieselknappheit in einem Land mit eigenem Erdöl? Wir wissen es nicht.

 

Entlang der Strassen wird viel Obst und Gemüse angeboten. Alles natürlich frisch geerntet und sehr billig. Aprikosen, Kirschen, Tomaten, Gurken, Melonen, usw.

 

Ein Spaziergang durch die Basare ist immer wieder spannend. Es gibt kaum etwas, das man hier nicht findet. Diese Erfahrung machte auch Hans: Der Ventilatormotor seiner Klimaanlage gab den Geist auf. Er suchte mit Hilfe eines Taxichauffeurs auf dem Basar einen Ersatz, erfolglos. Doch die Leute im Basar wussten, wer so einen Motor neu wickeln konnte. Nach 24 Stunden konnte Hans den Motor abholen und er funktioniert einwandfrei.

 

Die Russen haben vieles gebracht, neben der Diktatur aber auch Positives, so zum Beispiel die Emanzipation und Bildungsmöglichkeiten der Frauen. Die heutigen Frauen erscheinen selbstbewusst, tragen farbige, leichte Kleider und machen einen sehr gepflegten Eindruck.

 

Die Leute auf dem Land sind meisten Selbstversorger, pflegen eigene Felder in Handarbeit. (Oft sieht man ganze Familien miteinander an der Arbeit). Die Löhne von Angestellten scheinen sehr bescheiden zu sein, Angestellte in einem Hotel zum Beispiel verdienen ca. $ 25 bis $ 40 pro Monat, ein Polizist ca. $ 55. 

 

Seit der Selbständigkeit von 1991 haben die Russen viele Industriebetriebe nach Russland verlegt, die Anlagen in Usbekistan stehen oft leer. Die heutige Regierung konnte das Manko nicht ausgleichen, die Arbeitslosigkeit soll bei 40% der erwerbsfähigen Bevölkerung sein. Viele Usbeker arbeiten daher in Russland oder Kasachstan.

 

             

Hier wird Schwarzmarkt-Diesel für uns umgepumpt                                    Zur Sicherheit wird über den Wasserabscheider + Filter eingefüllt

   … und am Schluss gibt’s noch Tomaten aus dem Garten.

 

 

                       

Hübsche Dorfstrasse                                                                                          $ 100 ergeben 117'000 SUM, der Tausender (ca. CHF 1.-)

ist die höchste Note

 

 

 

 

 

Khiva

Wunderbar erhaltene resp. restaurierte Altstadt mit grosser Stadtmauer. Obschon viele Leute in der Altstadt leben wirkt es fast klinisch sauber, ein kleiner Hauch vom Orient bekommt man eher ausserhalb der Stadtmauer im Basar. Khiva war für uns die erste islamisch Stadt mit grossen Moscheen, Mausoleen und Medresen (Koranschulen). Auch wenn die meisten der Gebäude nicht mehr ihrem eigentlichen Zweck dienen (heute benutzt als Hotel, Basar, Museum, usw.) bekommt man doch einen sehr guten Eindruck von den prächtigen Bauten.

 

                                                  

Stadtmauer                                                                                                        Altstadt

 

 

                                           

Koranschule Amin Khan, heute Hotel                                                          

 

 

            

 

 

 

                           

Im Basar gibt es (fast) alles,                                                                              sogar Kuhfüsse (im Viererpack, das Einzelstück links ist nicht

zu verkaufen)

 

 

             

Behälter jeder Art                                                                                              und Nüsse

 

 

             

Viele handgeschnitzte Tore zieren die Altstadt                                            Altstadt

 

 

             

„Campieren“ im Hotelhof ist nicht immer sehr romantisch,                        Hochzeitsgesellschaft in Khiva

aber zentral und praktisch

 

 

 

Bukhara und Samarkand

Beide Städte haben sehr gut erhaltene historische Bauten, die wir bestaunen konnten. Moscheen, Mausoleen und Koranschulen. Auch hier, wie in Khiva, dienen die meisten dieser Bauten allerdings nicht mehr ihrem ursprünglichen Zweck, werden aber weiterhin sehr gut erhalten.

Die alten Stadtteile sind mehrheitlich Lehmbauten, gegen die Strasse hin mit Mauern verdeckt. Mit etwas Glück erhascht man hin und wieder einen Blick hinter die Mauern: Schöne Gärten, grün und mit Blumen, schattenspendende Bäume und immer sehr sauber. 

Bukhara hat im Stadtzentrum einen grossen, viereckigen Wasserteich, den Lyabi-Hauz, mit diversen Springbrunnen. Umsäumt ist das Wasser mit riesigen, sehr alten Maulbeerbäumen (ca. 1620) und unter deren Schatten gibt’s mehrere Restaurants. Das war ein willkommener Ort um zwischen den diversen Besichtigungen wieder Pause zu machen (natürlich bei einem Grüntee und einer frischen, heissen Fleischtasche).  Bukhara hatten in der alten Zeit viele Brunnen (das waren scheinbar damals die Treffpunkte für die Bevölkerung) und Wasserkanäle. Anfangs des 20. Jahrhunderts wurden viele der Brunnen zugeschüttet, weil das Wasser oft auch ein Gesundheitsrisiko darstellte. In den letzten Jahren hat man dann einige dieser Brunnen wieder ausgegraben und wiederhergestellt.

Samarkand ist schon moderner, mit grosszügigen Alleen und vielen Parks. An den zentralen Orten trifft man dann auch auf die diversen Statuen früherer Herrscher, dominierend in dieser Region ist Timur.

 

Bukhara

 

                           

Lyabi-Hauz, früher Treffpunkt der Schachspieler, heute                             Medrese Mir-e Arab mit Wohnzellen für die Koranschüler

umgeben von Touristen-Restaurants

 

 

                                              

Moschee Kalan                                                                                                 Mir-e Arab

 

               

Das 45 Meter hohe, wunderschöne Minarett Kalan                                   Blick vom Minarett

ist das Wahrzeichen von Bukhara

 

 

                                                              

Bewässerungskanal in der Altstadt                                                                Moschee Bala Haus mit den berühmten Holz-Säulen

 

 

                      

Mausoleum der Samaniden, wunderbarer Backsteinbau                        Handarbeit mit Goldfäden, 6 Monate Arbeit an

einem Wandbehang für das Museum

 

 

Samarkand

 

                      

Mausoleum Gur-e Amir                                                                                    Goldverzierungen im Gur-e Amir

 

 

               

Observatorium Ulughbek, Astronomische Schule aus dem                       In den Fels gehauen: Sextant mit Radius 40.5 Meter

15. Jahrhundert. Der Erbauer der Anlage wurde geköpft,

er war der Zeit zu weit voraus.

 

 

            

Denkmal des Herrschers Timur, ein Nachfahre von Tschingis Khan.          Moschee Bibi Hanim, unter Timur ca. 1380 erbaut

Unter seiner Herrschaft wurde Samarkand 1369 Hauptstadt

des Reiches und galt als schönste und bedeutendste Stadt der Welt.  

 

 

             

Der Rigestan mit den Medresen Ulughbek, Tella-kari und                         Medrese Schir-dar

Schir-dar (von links)

 

 

 

              

Der Aral-Tiger der Medrese Schir-dar (Schir-dar heisst „Tigerhaus“),        Im Innenhof der Medrese Ulughbek

in der islamischen Welt eine einzigartige Symbolik       

 

 

 

                       

Im Innenhof der Medrese Ulughbek

 

 

 

             

… und überall gibt’s Schaschlik, Spiessli vom Grill, sind super!!                  Auch sie wollten unbedingt aufs Bild!

 

 

 

 

Tashkent, die „Stadt der 1000 Brunnen“

Zu unserem Erstaunen eine sehr moderne Stadt, Hauptstadt mit ca. 2 Mio. Einwohner, vielen repräsentativen Bauten, schönen Anlagen, fantasievollen Brunnenanlagen (wir haben nicht alle 1000 gesehen, aber es kann sehr wohl stimmen) und einer gut funktionierenden Metro. Der Unterschied zwischen alten Traditionen (z.Bsp. im Basar) und der Neuzeit mit modernen Bürokomplexen, 4-Sternehotels, usw.  ist augenfällig. Der Grund dazu sind vor allem mehrere Erdbeben, nach denen viel neu aufgebaut wurde.

Wir „campierten“ wieder einmal sehr zentral, auf dem Parkplatz des Hotels Taschkent-Palace…..

Nach einer Fahrt in der Metro (CHF -.16 pro Fahrt) verbrachten wir einen halben Tag nur in einem (von vielen!) riesigen Basar. Früchte, Gemüse, Gewürze, Nüsse, Fleisch, Tee, Kleider, usw, usw…..

Zum Schluss liessen wir uns in einem der kleinen lokalen Restaurants nieder und tranken einen Tee. Die Chefin des Restaurants nahm kein Geld von uns an, wir waren eingeladen!

 

 

                          

Gewürze                                                                                                             Tee

 

            

Biscuits, Süssigkeiten                                                                                          und Blumen. Laura bekam eine Rose geschenkt (nicht von mir….)

 

 

                          

Baby-Bett/Schauckel mit dem Loch an der richtigen Stelle                      Alt und neu sind nahe beieinander

 

 

 

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