ñññ  Home

 

Kinder im Tigray, im Norden Aethiopiens

 

 

Äthiopien, Teil 1, der Norden

In Äthiopien planten wir einen längeren Aufenthalt, weil es uns im Sudan bei Temperaturen gegen 50° langsam zu heiss wurde, und weil wir wegen der Regenzeit in Kenia die Einreise dorthin noch bis anfangs Juni hinauszögern wollen. Äthiopien ist klimatisch sehr angenehm, denn wir bewegen uns hier auf einer Höhe um die 2000m.

 

Wir bereisten zuerst den Norden, kamen dann nach Addis Abeba und machten noch einen Abstecher in den Osten bis Harar. Als nächstes fahren wir weiter in den Südwesten des Landes um dann via Lake Turkana nach Kenia auszureisen. Das natürlich immer mit Vorbehalt, je nach Wetter und Zustand der Strassen und Pisten.

 

Weiterer Text folgt später.

 

 

 

Einige Reiseinfos:

 

Währung

Birr, 1 US$ = 11.15 bis 13.20 Birr bei der Bank oder auf dem Schwarzmarkt

Geldwechsel

ATM, die unsere Karten akzeptierten haben wir nur in Addis Abeba gefunden. Reisecheck waren nicht möglich, d.h., wir machten fast alles mit Cash US$.

Visa

Touristenvisa in Kairo für US$ 30.-, gültig für 3 Monate ab Ausstelldatum, Verlängerung in Addis Abeba für 3 Monate US$ 20.-

Zolldokument

Carnet de Passage, an der Grenze nur für eine Gültigkeitsdauer von 30 Tagen möglich, Verlängerung in Addis Abeba, aufwendig aber gratis.

Haftpflichtversicherung

Nicht obligatorisch, erst in Addis möglich, aber sehr teuer

Dieselpreis pro Liter

7.1 Birr / Liter (ca. 70 Rappen)

Camping

Am besten bei grösseren Hotels im Hotelhof (50 bis 100 Birr). Abseits der Routen kaum möglich, denn es gibt kaum fahrbare Strassen/Wege, die von den Hauptstrassen wegführen. Wenn man an der Strasse übernachten muss, dann ist man sogleich von Leuten umringt, vor allem Jugendlichen und die Bettlerei ist allgegenwärtig. Manchmal ergaben sich aber dabei auch interessante Begegnungen, sofern jemand etwas Englisch spricht. Mühsam wird es dann wenn sich ein „Polizist“ mit Maschinenpistole für unsere Bewachung aufdrängt, natürlich gegen Bezahlung (10 bis 30 Birr).

Spezielle Stellplätze:

Details folgen später!

 

 

 

 

 

Unsere Reiseroute,

Teil 1

MetemaGorgoraGonderSimien Nationalpark – Axum – Adigrat – Mekele - LalibelaDesse – Addis Abeba – Harar – Addis Abeba

 

ñ         Zum Seitenanfang

 

 

 

 

 

 

Grenze – GorgoraGonder - Debark

 

 

 

Nach der Hitze im Sudan geniessen wir unseren ersten Stellplatz in den Bergen Äthiopiens, Hans, Bernd mit Mirabai.

Nachdem wir allein unterwegs waren, hatten wir uns an der Grenze Sudan/Athiopien wieder getroffen.

 

 

Unterwegs zwischen Metema (der Grenze) …

 

 

… und Azezo (Gonder).

 

 

 

Am Lake Tana, beim Gorgora Port-Hotel fanden wir einen idealen Stellplatz, ruhig, mit schöner Aussicht und abgeschirmt vom nahen Dorf

 

 

Endlich gibt es wieder Bier! Was im Sudan verboten war, ist hier kein Problem, in Äthiopien gibt es gutes Bier für 60 bis 80 Rappen, und eine Flasche Ouzo (wie Pastis) kostet ca. 5 Franken.

 

 

 

Fast tropische Farbenpracht im Garten des Gorgora Port – Hotels

 

 

 

Äthiopien ist mehrheitlich christlich, und zwar sind es diese Äthiopisch Orthodoxen Kirchen, die wir antreffen. Rund, mit einem offenen Rundgang, mit 4 Eingängen ins Innere, den man im Gegenuhrzeigersinn umgehen darf. Die Wände sind mit Malereien und Teppichen  sehr farbig gestaltet. Das innerste, das Zentrum der Kirche ist den Mönchen vorbehalten, wir wissen nicht, wie es dort drinnen aussieht.

Als wir die Kirche besuchten, kam hoher Besuch: Der für diese Gegend zuständige Bischof stattete der Kirche von Gorgora einen kurzen Besuch ab.

 

 

Papyrusboote werden auch heute noch benutzt, hier bei Gorgora auf dem Lake Tana

 

 

In Gonder gibt es eine moderne Bierbrauerei, dort wird das Dashen-Bier hergestellt. In der zugehörigen Gartenbar kann man nach der Werksbesichtigung den frisch hergestellten Gerstensaft geniessen.

Heute war aber der Betrieb eingestellt, sie hatten zuwenig leere Flaschen in der Abfüllerei. Aufruf an alle Biertrinker: Bringt doch die leeren Flaschen zurück!!!

 

 

Das ist ein Nationalgericht in Äthiopien, die Injera.

 

Die Basis ist ein Fladenbrot aus Sauerteig, darauf werden die einzelnen Zutaten angeordnet. Gegessen wird von Hand, man nimmt etwas vom Fladenbrot und klemmt sich die gewünschten Zutaten dazu.

Die Zutaten (verschiedenes Fleisch, Gemüse und Salat) sind sehr gut, das Sauerteigbrot ist eher gewöhnungsbedürftig.

 

 

 

Die Landbevölkerung ist sehr arm, private Autos gibt es kaum. An Markttagen sind Ströme von Leuten auf der Strasse unterwegs zum nächsten Markt. Sie Tragen das, was sie auf dem Markt anbieten wollen auf den Schultern, oder sie beladen einen Esel damit.

 

 

Gonder war Mitte des 17. bis Mitte des 18. Jahhunderts ein mächtiger Ort, wo mehrere Königsdynastien herrschten. Heute zeugen davon noch die Ruinen der grossen Schlossanlagen. Die ganze Anlage (70’000m2) sind als World Heritage registriert.

 

 

Auf dem Weg von Gonder nach Debark treffen wir viel Rinder- und Schafherden an, die sich hier das spärliche Gras teilen müssen. Die Rinder sind mager, hoffentlich gibt es dann während der Regenzeit mehr zu fressen.

 

 

Wunderschöne, Schatten spendende Bäume

 

 

 

 

Simien Nationalpark

 

 

 

Am Eingang zum Simien-Nationalpark. Leider durften Hans und Doris wegen dem Hund nicht mit in den Park. Sie reisten denn schon voraus nach Axum, wo wir uns wieder treffen wollten.

Der Park ist sehr beliebt für organisierte Trekkingtouren. Auch die Besteigung des Ras Dashen, mit 4554m der höchste Berg Äthiopiens, oder der 4. höchste Afrikas.

 

 

Von Debark führt die Strasse rasch in die Höhe und wir begegnen (neben den einheimischen Bauern) den ersten Parkbewohnern, es gibt mehrere Pavianarten, die sich hier wohl fühlen

 

 

 

 

 

Fantastische Berglandschaften erwarteten uns. Auch hier im Park leben Bauern, die bis auf 3000m hinauf ihre Äcker bestellen.

 

 

 

Die Schotterstrasse führte über die Höhen in der Park hinein, die Strasse war nicht schlecht, doch teilweise sehr steil, führte über einen Pass mit 3800m bis hierher ins Camp Chenek auf 3600m. Von hier aus machten wir mehrere Spaziergänge um Tiere zu beobachten, Steinböcke, Paviane und sehr viele Vögel waren zu sehen.

 

 

Der Mercedes 508 von Bernd hat sich mit seinen 25 Jahren, 80 PS und 6 Tonnen tapfer gehalten, einzig an einigen speziell steilen Stellen mussten die Kraftreserven des Sprinters etwas nachhelfen

 

 

Unser permanenter Begleiter. Wir mussten ihn mitnehmen und er blieb auf Schritt und Tritt bei uns. Wir wissen eigentlich immer noch nicht, ob er uns vor den Tieren beschützen sollte oder vor anderen Angriffen…..

Einen Vorteil hatte es aber, obwohl wir uns kaum verständigen konnten, zeigte er uns mehrere Stellen, wo wir Steinböcke und Klippenspringer (eine Gazellenart) sehen konnten.

 

 

Walia Ibex

 

 

Ein stattlicher Steinbock (Walia Ibex) in Chenek, direkt vor unserer Nase.

 

 

Es hat sehr viele Paviane, die rudelweise herumziehen und im dürren Gras nach Samen suchen.

 

 

Dieser Gelada Pavian (bleeding heart baboon) sah angriffig aus, war aber ganz friedlich

 

 

 

Unterwegs beim Chenek-Camp

 

 

 

Grosses Pavianrudel mit vielen Jungtieren.

Kleine Siedlung mit den typischen Rundbauten inmitten der Felder auf ca. 3000m

 

 

 

Wir geniessen nochmals die Sicht in die tiefen Täler, bevor wir wieder nach Debark zurückfahren.

 

 

 

 

 

 

Axum – Adigrat - Lalibela

 

 

 

Leider wird immer noch gerodet. Wahrscheinlich benötigen die Bauern mehr Ackerland um ihre Familien durchzubringen.

 

 

Kahle Hänge, und das wenige Holz, das es noch gibt, wird am Strassenrand zum Verkauf angeboten.

 

 

Typische Szene am Fluss

 

 

Diese riesigen Bäume (Nameleider nicht bekannt) sind vor dem Abholzen sicher.  In vielen Dörfern sind sie ein Treffpunkt, wo man im Schatten beisammensitzen kann.

 

 

Immer wieder kommen wir an Märkten vorbei, hier ein Rindermarkt.

 

 

Ein kleines Postbüro am Wegrand. Die Post soll gut funktionieren in Äthiopien.

 

 

Auf der Strecke GonderAxum – Adigrat begegnen wir immer wieder solchen Überresten aus vergangenen Kriegen. Hier handelt es sich wohl um Material aus einem der zahlreichen Gefechten zwischen Äthiopien und Eritrea

 

 

Staub!!!

 

Der feine Staub ist in alle Ecken des Autos eingedrungen, keine Schublade und kein Schrank blieb verschont. 

Auf den schlimmsten Strecken benutzten wir unsere Staubmasken.

 

 

Hier steht das Gerüst für das Betonieren der oberen Decke. Es ist erstaunlich, was mit diesem Gewirr von Ästen erreicht werden kann. Scheinbar hält es.

  was wohl die SUVA dazu sagen würde?

Axum,  die neue Orthodoxe Mary of Zion Kirche, erbaut in 1970

 

 

…. und daneben die alte  St. Mary of Zion Kirche, die seit dem 16. Jahrhundert hier steht.

 

 

Neben den beiden Kirchen steht diese Kapelle, es wird behauptet, dass darin die „Ark of the Covenant“, die originalen Gesetzestafeln mit den 10 Geboten, die Moses von Gott empfangen hat, aufbewahrt werden. Nur 1 Mönch hat Zugang dazu, er lebt bis zu seinem Tod in der Kapelle.

 

 

Ebenfalls in Axum steht eine grosse Zahl von Stelen (es sollen in der Region ca. 120 davon stehen, viele davon aber wesentlich kleiner als diese hier). Alle sind sie aus ganzen Granitblöcken herausgehauen.  Die grösste (33m hoch) ist scheinbar während der Aufrichtung umgekippt, eine ebenfalls grosse Stele im Hintergrund wird im Moment  mit Stahlseilen gesichert. Einige sind bis 1800 Jahre alt.

 

 

Eine neue Kanalisation wird gebaut. Es scheint, dass hier fast das halbe Dorf mitarbeitet.

 

 

Im Hof des Hotels Kaleb in Axum hatten wir für 2 Tage eine ruhige Bleibe.

Der Sprinter auf der steilen „Rutschbahn“ in 20cm dickem feinstem Staub

Das Kloster von Debre Damo befindet sich oben auf diesem Berg, zugänglich nur über ein Kletterseil den Felsen hinauf, nur Männer haben Zugang

 

 

 

Im Felsen

 

 

Das Kloster Debre Damo, das älteste christlichen Kloster in Äthiopien (7.-11. Jahrhundert) mit bis zu 300 Mönchen

 

Foto Hans Ottiger

 

 

Von Debre Damo, Sicht auf den Stellplatz und die sehr staubigen Strassen.

 

 

Von Debre Damo nach Adigrat führt eine ganz neue, asphaltierte Strasse durch eine sehr abwechslungsreiche und faszinierende Berglandschaft. Rechts auf einem Felsband eine der vielen äthiopisch-orthodoxen Rundkirchen

 

 

Zur Abwechslung wieder einmal eine Baustelle

 

 

Mächtige Kakteen am Strassenrand

 

 

Wir werden kritisch begutachtet

 

 

Eine Spezialität im Norden Äthiopiens: Fast wie ein Fondue Chinoise, die Teigkugeln werden auf die (Fondue-) Gabel gesteckt und in die heisse Fleischsauce gedunkt. Es schmekte sehr gut! Die Gabel ist aus einem Ast geschnitzt.

 

 

Das nachfolgende Kaffee schmeckte ebenfalls sehr gut.

 

 

Leere Bierflaschen auf dem Weg zurück in die Brauerei in Gonder.

 

 

Petflaschen, in vielen Ländern ein permanentes Ärgernis, weil sie überall herumliegen, werden in Äthiopien gesammelt, es liegt nicht herum! Hier werden Flaschen sogar zum Kauf angeboten. Die Einheimischen benutzen sie als Wasserflaschen für unterwegs oder auf den Feldern.

 

 

Andrang vor einer Mühle

 

 

Peperoni werden an der Sonne (im Strassenstaub) getrocknet.

 

 

Vorbereitung für den erwarteten Regen: Damit das Wasser über die harte ausgetrocknete Erde nicht einfach weg fliesst und den Humus wegschwemmt, werden diese Löcher gegraben und mit dem Erdwall wird das Wasser zurückgehalten. In den Steinringen sind junge Bäume angepflanzt.

 

 

 

 

Die Gegend von Adigrat – MekeleLalibela ist berühmt für seine Felsenkirchen. Diese wurden entweder komplett in den Felsen gehauen, oder wie hier die Kirche Maryam Korkor  zu 80% im Felsen, die Front ist aufgemauert.

 

 

In der Kapelle Daniel Korkor, nicht weit von M. Korkor sahen wir diese gut erhaltenen Freskos aus dem 17. Jahrhundert.

 

 

Die beiden M. + D. Korkor sind auf einem Felsen gebaut und nur über einen steilen gut 1-stündigen (schweisstreibenden!!) Aufstieg erreichbar. Aber die Aussicht von hier oben ist gewaltig.

 

Tief unten die terrassierten Felder.

 

 

 

 

 

 

Fototermin auf dem Stellplatz, und nachher wollen alle natürlich das Ergebnis sehen.

 

 

 

 

 

Diese Kirche, die Medhane Alem Kesho nördlich von Wukro ist auch weitgehend in den Felsen gehauen, nur die Front zwischen den Pfeilern ist aufgemauert.

 

 

Das ist das Schloss zu dieser Kirche, von innen. Das runde Holzstück ist der Schlüssel. Mit „gewusst wie“ kann man von aussen den im Rahmen steckenden Holzriegel herausziehen, damit ist die Türe blockiert und der „Schlüssel“ wird herausgezogen.

 

 

Mit etwas Glück wieder einmal ein schattiger Platz für die Pause.

 

 

Kakteen überall, und im Moment gerade vor dem Blühen

 

 

Ein Prachtsexemplar auf dem Markt von Azba

 

Auf dem Weg zum Markt werden die Rinder komplett abgesprüht (desinfiziert?) und die Schafe erhalten eine Spritze.

 

 

 

Märkte sind immer sehr farbenfroh und vieles was angeboten wird, wie hier diese Gewürze und übriges getrocknetes Zeugs sind für uns fremd.

 

 

Überall auf dem Land begegnen wir solchen Schulhäusern, und diese sind immer mit bestimmten Themen dekoriert: An der Wand sieht man die einzelnen Staaten Äthiopiens mit ihren Flaggen, vorne im Garten stehen diverse Modelle als Anschauungsunterricht. 

 

 

In Mekele stehen wir im Garten des Schlosshotels (tönt gut, oder?)

 

 

Abreha Castle Hotel, Mekele

 

 

Bougainvillae bei der  Hotelterrasse.

 

 

Unterwegs von Korem/Sekota nach Lalibela.

 

 

Bildhübsche Dörfer.

 

 

 

Und immer wieder: Rinder, und zwar 95% Bullen! Milch, Käse, Butter und Joghurt kann man nur in den Supermärkten der Städte kaufen, auf dem Land kennt man diese Sachen scheinbar nicht. Für uns unverständlich.

 

 

Das Schleppen ist hauptsächlich Frauenarbeit.

 

 

Lalibela (2630m):  Eine World Heritage Site und gemäss unserem Reiseführer „eine der wichtigsten religiös-historischen Orte der Christlichen Welt“ und damit ein wichtiger Pilgerort. 

Hier die von der Unesco hingestellten Dächer über einige der Kirchen, um diese vor weiterem Zerfall zu schützen.

Im 10. und 11. Jahrhundert entstanden im heutigen Ort Lalibela 11 Felsenkirchen, komplett aus dem Stein herausgehauen. Hier sieht man das „Dach“ der Georgis-Kirche, das ganze Gebäude ist rundherum herausgehauen.

In der Umgebung von Llibela gibt es Dutzende weiterer Felsenkirchen.

 

 

Der Monoblock der Georgis-Kirche …..

…. und der Eingang

 

 

Die Eingänge zu den Kirchen sind meistens durch enge, aus dem Fels gehauene Gassen erreichbar

 

 

 

 

 

Dieses ebenfalls von Hand aus dem Stein gemeisselte Flussbett symbolisiert den Jordan

 

 

Was hier wie aus Steinblöcken aufgebaut aussieht, ist in Tatsache ein einziger Steinblock

 

 

Teilweise sind die Kirchen sehr schön mit Reliefs und Fresken verziert.

 

 

Wir waren einig Tage vor Ostern in Lalibela, daher hatte es bereits viele Pilger, die an einzelnen Orten ihre Gottesdienste abhielten.

 

 

 

 

 

Links das Lalibela-Kreuz, rechts möglicherweise das Äthiopische Kreuz.

 

Diese Kreuze werden scheinbar sehr oft abgeblitzt,der Mönch schützt sich daher mit der Sonnenbrille.

 

 

Unterwegs zur nächsten Kirche im offenen Graben …

 

 

… und hier in einem Tunnel

 

 

Ein Hornbill

 

 

Auch in Lalibela: Traditionelle Rundbauten, hier aber als 2-stöckige Ausführung

 

 

 

 

 

 

Lalibela nach Addis Abeba

 

 

 

In zahllosen Kurven geht es auf und ab durch karge aber schöne Landschaft

 

 

Das sind die typischen neuen Häuser, denen wir entlang der Strasse begegnen. Die Wände sind aneinander gereihte Eukalyptus-Holzstämme, am Schluss mit Lehm oder Dung verkleidet.

Für den Hausbau (und es wird sehr viel gebaut!) braucht es Unmengen dieser Holzstämme.

An einigen Orten werden zu diesem Zweck die schnell wachsenden Eukalyptus-Bäume angepflanzt, wie hier der Wald im Hintergrund.

 

 

 

 

Unterwegs südlich von Lalibela, es ist Frühling, die Akazien-Bäume sind voller weissen Blühten

 

 

 

Der Chauffeur hat unterwegs eingekauft:

Das Schicksal dieser Ziege scheint mir ziemlich klar, denn es ist Samstag vor Ostern, und nach einer mehrwöchigen Fastenzeit wird traditionellerweise an Ostern eine Ziege geschlachtet.

 

 

Fruchtbare Landflächen, alle von Hand und mit den Ochsen bearbeitet. Daher auch die kleinen Felder. Wie in Europa vor den Landzusammenlegungen. In den bisherigen 6 Wochen in Äthiopien haben wir 3 Traktoren gesehen, aber sicher mehrere Hundert Ochsengespanne beim Pflügen.

Üppiges Grün, alles wächst ……..

 

 

Dieses Bild gibt uns Rätsel auf: 10 identische Lastenzüge hintereinander stehen hier an um entladen zu werden. Reis und/oder Weizen von Hilfslieferungen, das in einer grossen Lagerhalle eingelagert wird. Auch anderorts stossen wir immer wieder auf Hilfslieferungen, und das in einem nach unseren Begriffen sehr fruchtbaren Land, das mit

Äckern bis hoch in die Berge hinauf genutzt wird. Irgendwie haben wir wohl etwas übersehen.

 

 

Im Moment werden sehr viele Strassen neu gebaut. Hier ein Strassenabschnitt von 500km, der von der EU finanziert wird.

 

 

Italien hatte während und nach dem 2. Weltkrieg Äthiopien für kurze Zeit besetzt. Aus dieser Zeit stammt auch der 400m lange  Tunnel auf dem Tamaber-Pass (3230m), der ganz klar erkennbar Mussolini gewidmet war.

 

 

Auf der Passhöhe gibt es Bergblumen wie zu Hause.

 

 

Diese gelben Speiseölkanister gibt es in Unmengen im ganzen Land, sie werden benützt um Wasser zu holen. Frauen, Kinder, Esel oder Kamele plagen sich mit diesen Kanistern ab. Noch lange nicht alle Dörfer und Siedlungen haben eine funktionierende Wasserleitung, oft stammt das Wasser auf dem Land vom nächsten Bach, und das kann weit weg sein.

 

 

Idyllische Siedlung, einfach aber sehr sauber.

Es weht gerade ein starker Ostwind, darum stehen die Bäume im Hintergrund alle so schief.

 

 

Hier mit einem Brennstoffvorrat aus Rindermist.

 

 

 

 

 

 

Addis Abeba

 

 

 

Der Äthiopische Löwe, Kennzeichen aus einer stolzen Zeit

 

 

Unverkennbar: Wir sind beim Wim’s Holland House Restaurant und Overlander Stehplatz angekommen.

Mit dieser mobilen Zapfsäule werden Partys in Addis versorgt.

 

 

Abschied: Bernd und Loes fliegen zurück nach Amsterdam. Bernd hatte sich bei einem Sturz die Achillessehne gerissen. Nach intensiven Abklärungen entschied seine holländische Reiseversicherung, dass die Operation in Amsterdam gemacht werden soll. Die beiden hoffen, dass sie in 2 Monaten ihre Reise von Addis aus wieder fortsetzen können.

 

 

Auf Wiedersehen: Ericus und Zelda mit ihren beiden Kindern sind aus Südafrika und in Richtung Europa unterwegs. Vielleicht treffen wir sie dann wieder bei ihnen in Südafrika.

 

 

Ein Überbleibsel aus einer Zeit der engen Zusammenarbeit mit Russland. Der rote Stern, Hammer und Sichel, sowie monumentale Bronzestauen.

 

 

Spaziergang im Gemüsemarkt in Addis, …..

…… wo es auch jede Menge Hühner zu kaufen gibt.

 

 

 

Der Bahnhof von Addis Abeba steht noch, die Bahn fährt aber seit 6 Jahren nicht mehr. Bis in ein paar Jahren könnte die Bahn von Addis nach Dschibutti wieder in Betrieb sein, ein entsprechendes Projekt ist angelaufen.

 

 

Nach dem Abstecher nach Harar wieder zurück im Holland House beim Draft.

 

 

 

 

 

 

Addis – HarerBabile - Addis

 

 

 

Die Ahmar Mountains sind vulkanischen Ursprungs, hier ein Vulkankrater nahe Awash

 

 

Auf der Strasse von Addis nach Harar ist das trauriger Alltag. Die gute asphaltierte Strasse verleitet zu schnellem Fahren, oft endet die Fahrt dann im Strassengraben oder schlimmer noch, den steilen Abhang hinunter.

 

 

Früher gab es zwischen Addis und Dschibutti eine Eisenbahnlinie. Vor 6 Jahren fuhr der letzte Zug, die Bahnanlagen, Geleise und Brücken  sind aber noch vorhanden. Die Strecke soll nun mit Hilfe der EU wieder renoviert und in Betrieb genommen werden.

 

 

Bei Awash sieht man zumindest erste Anzeichen des neuen Bahnzeitalters: Der Eisenbahndamm über den Kratersee ist neu und die Geleise warten auf die erste Lokomotive.

 

 

 

Immer und überall, man könnte ganze Bilderausstellungen machen damit: Frauen (oft auch Mädchen) tragen schwere Lasten von den Feldern heim.

 

 

Eine Statue Ras Makonnens ziert die Hauptstrasse, die gegen die Altstadt von Harar führt. Ras Makonnen war ein muslimischer Herrscher im 18. Jahrhundert.

Diese überlebensgrosse Bronzestatue wurde vom berühmten Amhara Künstler Afewerk Tekle geschaffen.

 

 

 

Spaziergang durch die engen Gassen der Altstadt von Harar. Es ist auffallend sauber und typisch sind die vielen verschiedenen Farben der Haus- resp. Hofeingänge.

 

 

Die grösste Volksgruppe in Harar sind die Muslime. Daneben gibt es aber auch Orthodoxe Christen und eine Katholische Gemeinde. Hier das sehr schöne Eingangstor zur Katholischen Kirche und eines der vielen Reliefs in der Kirche.

 

 

Der französische Poet Arthur Rimbaud lebte 1875  bis 1891 in Harar. Zu seinen Ehren wurde in diesem typischen alten Adare-Haus eine Ausstellung seiner Schriften sowie vieler Zeitdokumente gemacht. Einzelne Quellen besagen, dass er auch hier gelebt haben soll, andere wiederum widerlegen es. Wie dem auch sei, das Haus zeigt vieles von Harar, wie es einmal war.

Im Rimbaudhaus, die alten farbigen Glasfenster sieht man sonst nirgends in Harar

 

 

Einheimisches Schaffen

 

 

Eine alte Tradition in Harar: Ausserhalb der Stadtmauern werden seit Jahrhunderten die Hyänen gefüttert. Sie sind wild und leben in den umliegenden Wälder, doch bei Anbruch der Dunkelheit kommen sie (ungefähr 12 an diesem Abend) zu den Futterplätzen.

 

 

 

Unsere Frauen zeigen Mut und betätigen sich ebenfalls beim Füttern.

 

 

Auf dem Recyclingmarkt in Harar, unglaublich was es hier alles zu kaufen gibt.

 

 

Kleiner Kurs in  Amharic: Das heisst

 

Coca-Cola

Registred Trademark

 

 

Etwas nach Harar, bei Babile gibt es diese Felsformationen, ……

 

 

… scheinbar ist es ein ….

 

 

 

…. beliebter Aufenthaltsort für die Affenfamilien.

 

 

Und es gibt sie doch: Die Traktoren. Eine zwar äusserst seltene Spezies, aber wahrscheinlich einfach zu teuer für die Landbevölkerung.

 

 

Zuerst dachten wir es sei Tee oder Kaffee, aber es war Chat.

Das Kauen der Blätter wirkt stimulierend und wird im südöstlichen Afrika gerne konsumiert.

 

Chat, allgegenwärtig in der Gegend von Harar: Die Pflanze wird bis 2m hoch, es ist ein Immergrün und die Blätter werden laufend geerntet und möglichst frisch auf dem Markt angeboten, in andere Länder exportiert oder selbst gekaut.

 

 

Das sind Chat-Blätter

 

Wir haben es nicht versucht, wir bleiben beim Bier.

 

 

Immer präsent und immer zu haben für ein Gruppenbild

 

 

Warten beim Wasserhahn

 

 

Bon Voyage, ein Überbleibsel aus der Zeit des Eisenbahnbaus durch französische Gesellschaften. Auch auf der Strasse wurden wir mehrmals Französisch angesprochen.

 

 

 

Inmitten fruchtbaren Ackerlandes werden Nahrungsmittel verteilt, Weizen und Speiseöl von US Aid.

Zuwenig Ertrag von den eigenen Äckern oder einfach zu viele Leute?

 

 

Sie warten auf die Verteilung

 

 

Die leeren Säcke sind bestens geeignet um die selbst (legal oder illegal?) hergestellte Holzkohle zum Verkauf anzubieten.

Und auch die Büchsen eignen sich für alles Mögliche.

 

 

Garantiert Eigenbau: Ein paar Stecken, Bretter und 4 alte Kugellager und schon muss man die schweren gelben Wasserkanister nicht mehr tragen.

 

 

Treffpunkt am grossen Wasserloch

 

 

Jede Menge Rinder

 

 

Century Plants entlang der Strasse. Diese Pflanzen leben über 50 Jahre bis sie zum ersten Mal blühen und dann sterben sie ab.

 

 

Eine gute Idee zum Verkauf am Strassenrand: Damit das Wasser in der Plastikflasche kühl bleibt, wird ein Baumwollseil darum gewickelt und nass gemacht. Durch die Verdunstung des Wassers aussen bleibt das Wasser in der Flasche kühl.

 

 

 

ñ        Zum Seitenanfang

ñññ  Home