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König Abdulla II

 

 

Hashemite Kingdom von Jordanien

 

Jordanien hat uns überrascht mit der Vielfältigkeit interessanter Orte. Die budgetierten 3-4 Wochen reichten nicht aus, wir mussten in Akaba verlängern. Der Einfachheit halber hier nicht ein Reisebericht entlang unserer Route, sondern einiges zu den einzelnen Themen resp. Orten.

 

Diverses von unterwegs

Amman

Schlösser und Burgen

Das Jordantal und das Tote Meer

Christliche historische Orte

Wadi Mujib

Petra

Wadi Rum

Akaba

 

 

Einige Reiseinfos:

 

Währung

Jordanischer Dinar, 1JD = CHF 1.5, 1 JD = 1000 Fils

Geldwechsel

Reisechecks können bei einigen wenigen Banken in Amman und an den Grenzen eingelöst werden, in Akaba geht nicht mit Reisechecks, die meisten ATM akzeptieren ausländische Karten

Visa

Touristenvisa für 30 Tage, bei einer Botschaft im Ausland oder bei der Einreise. Verlängerung bei der Tourist Police in Amman oder Akaba problemlos und kostenlos möglich

Zolldokument

Mit oder ohne Carnet de Passage möglich, gültig für 30 Tage, Verlängerung z. Bsp. beim Zoll im Hafen von Akaba

Roadtax

10 JD

Haftpflichtversicherung

Obligatorisch an der Grenze, 58 JD für 1 Monat, Verlängerung z. Bsp. im Versicherungsbüro im Hafen von Akaba

Dieselpreis pro Liter

JD 0.335 pro Liter, einheitlich im ganzen Land (ca. CHF 0.5)

Departuretax

JD 5 pro Person und 5 für das Fahrzeug

Camping

Freies Stehen praktisch überall möglich, in den touristischen Gebieten kommt dann oft die Tourist Police und „lädt einen ein“, direkt neben ihrem Posten zu campieren (Gratis und sicher). 

Unsere Stellplätze an einigen speziellen Orten:

Amman: Guesthouse der Schneller-Schule, N 32°00.220’ E 036°00.606’

Am Toten Meer: Am nördlichen Anfang des Sees sind 2 Betonierte Parkplätze (A+B), lärmig an Donnerstag und Freitag! N 31°41.980’ E 035°35.007’

Petra: Beim Eingang, Parkplatz der Tourist-Police, oberhalb des Hotel Mövenpick  N 30°19.569 E 035°28.092

Im Wadi Rum: Parkplatz anfangs des Rum Village beim Resthouse N 29°34.682’  E 035°25.181’

Akaba: Beim Hotel Beduin Moon Village, ca. 12 km südlich von Akaba Center N 29°25.472 E 034°58.542

Unsere Reiseroute

(Der’a) – Umm Qais – Jordantal – Ajlun – Jerash – Amman –Azraq – Madaba – Mt. Nebo – Totes Meer – Wadi Mujib – Karak – Petra (Wadi Musa) – Wadi Rum - Akaba

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Diverses von unterwegs

Diverse Eindrücke von unterwegs lassen sich nicht zu den anderen Themen zuordnen, daher  sind sie hier:

 

 

 

 

 

 

Trotz Winter gibt es bereits einige Blumen zu bewundern

 

 

 

 

Schnurgerade Strasse nach Osten….

 

 

….. wo rund um die Uhr Schwertransporte nach Saudi und Irak unterwegs sind.   

Teilweise sieht man auch Konvois mit bis zu 20 Lastwagen, die mit Begleitung von Polizeifahrzeugen Zollfrei-Transit von Akaba nach Irak oder Saudi-Arabien fahren

 

 

Wieder einmal einheimische Kost, hier in Madaba

 

 

Denkmal an den Arabischen Aufstand gegen die Otomanen in 1917, wo zu Pferd und Kamel aufeinander losgegangen wurde.

 

 

Typisches Strassenbild, hier in Madaba

 

 

Früchte und Gemüse gibt es überall in bester Qualität, hier werden zusätzlich noch Kunstblumen verkauft. Preise sind kaum angeschrieben und als Tourist bezahlt man meist mehr, bis man einwenig mit den Preisen vertraut ist.

 

 

Sehr gutes Fladenbrot in diversen Ausführungen, hier eine sehr grosse Version mit ca. 70 cm Durchmesser.

 

 

Beduinen-Hundefamilie

 

 

Die heissen Quellen von Afra sind für M+F schön getrennt, aber das Bad war gut. Das erste Becken hat 43 Grad, zuviel für mich, ich begnügte mich mit den kühleren

 

 

Nach dem Bad wurden wir vom Mann an der Kasse (in der Mitte) zum Tee eingeladen.

Zum Schluss überraschte er uns mit einer Schüssel selbst gemachtem Popcorn, das wir genüsslich gemeinsam aufgegessen haben.

 

 

In Jordanien bekommt man erstklassiges Fleisch, auch die Hygiene stimmt hier.

 

 

 

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Amman

Eine moderne Grossstadt mit 2 Mio. Einwohnern. Die vielen Baustellen zeugen von der rasanten Entwicklung. Verkehrstechnisch mit grosszügigen Strassen und Autobahnen erschlossen. Fast die Hälfte der jordanischen Bevölkerung lebt in oder um die Hauptstadt herum. 

Wir standen mit dem Camper am Stadtrand bei der Schneller - Schule. Diese Schule wird von evangelischen Kirchen und Vereinen unterstützt und bietet ca. 300 Schülern (nur Knaben!) eine gute Ausbildung, bis hin zu Berufsausbildung (Schreiner, Schlosser und Automechaniker) mit eigenen Werkstätten. Und nebenbei ist das Gästehaus der Schule auch ein Treffpunkt für Reisende.

 

 

 

Camping beim Gästehaus der Schneller-Schule  in Amman

 

 

Da haben wir gestaunt: Mitten in Amman eine Poma-Seilbahn. Doch wie so vieles in diesem Teil der Welt, was einmal pompös begann, zerfällt bald einmal. Die Bahn steht sicher schon ein paar Jahre still, die Kabinen hängen noch oben, aber mit eingeschlagenen Scheiben und offenen Türen.

 

 

Amman baut fleissig weiter.

 

 

Das Strassennetz in und um die City ist hervorragend

 

 

Hungrige Katze auf unserem Campingplatz

 

 

Ein Geschenk aus Deutschland in der Schneller-Schule. Es hätte uns selbst gereizt, hier einwenig herumzuturnen.

 

 

 

 

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Schlösser und Burgen

Bereits vor mehr als 2000 Jahren entstand ein Netz von Verkehrswegen für den Handel zwischen Afrika, Europa, dem Orient, Russland und China. Entlang dieser Wege entstanden dann Städte mit Befestigungen, von wo aus die Handelswege kontrolliert und geschützt wurden. Das musste über Jahrhunderte ein lukratives Geschäft gewesen sein, denn diese Städte blühten auf und in den Ruinen dieser Bauten lässt sich noch heute der damalige Reichtum erahnen. Politisch wurden diese Orte immer wieder umkämpft, jeder wollte etwas vom Reichtum und von der Macht dieses Handelssystems ergattern. So wechselten sich denn auch die Herrscher immer wieder ab, von den Nabatänern zu den Griechen, Römern, Otomanen und zu den Arabern. Heute erlebt man den regen Handel in der Region etwas anders: Fracht- und Containerschiffe legen in Akaba an. Auf den Autobahnen in Richtung Amman, Saudi Arabien und dem Irak begegnet man dann den unzähligen Lastwagen, die die Güter weiter verteilen.

 

Umm Qais

 

 

 

Die erste Nacht in Jordanien verbrachten wir mitten in der Ruinenstadt Umm Qais, auf dem Parkplatz der Touristen-Polizei

 

 

Umm Qais, im Nordwesten des Landes, eine Römische Stadt mit Theater, Bädern und vielen weiteren Gebäuden und …..

 

 

… einer langen Säulenstrasse. Vieles ist noch nicht ausgegraben, die Archäologen sind an der Arbeit.

 

 

Ajlun

 

 

 

Von den Arabern als Schutz gegen die Kreuzzüge gebaut, ….

 

 

….. wie immer strategisch gut gelegen auf einem Hügel mit Rundsicht

 

 

 

Das Schloss ist gut erhalten und beherbergt in seinen Gewölben ein interessantes Museum

 

 

 

Auch eine Sammlung von Steinkugeln ist zu sehen, die mit einer Schleuder auf die anrückenden Feinde geschossen wurden

 

 

Und nach der Besichtigung gibt es einen Tee mit frischer Münze

 

 

 

 

Jerash

 

 

 

Jerash ist die wohl am besten erhaltene römische Stadt in Jordanen. Erstaunlich, was die Römer alles in der Welt gebaut haben. Hier das Südtor, Hadrian’s Arch.

Anmerkung von Laura:  Hadrian ist derjenige Herrscher, der die Mauer zwischen England und Schottland gebaut hatte um die „Wilden“ aus dem Norden fern zu halten.

 

 

 

 

Spaziergang durch die Säulenstrasse der Stadt (800 m lang), unter der Strasse befindet sich ein Abwasserkanal

 

 

 

Kirchen, Paläste ….

 

 

 

…. entlang der Säulenstrasse

 

 

Diese Querstrasse zur Säulenstrasse führt hinauf auf den Hügel zum Artemis-Tempel

 

 

 

Das römischen Theater mit seinen 5000 Sitzplätzen ist restauriert und wird auch heute noch verwendet

 

 

Extra-Vorstellung im Theater: Der Dudelsack ist auch in Jordanien zu Hause.

Ein Verwandter des schottischen Dudelsacks?

Die gespielten Lieder und der karierte Stoff waren eindeutig schottischen Ursprungs.

 

 

 

 

Riesige Mosaiks in einer der zahlreichen christlichen Kirchen

 

 

Fototermin mit einheimischen Besuchern

 

 

Der Ovale Platz mit dem Beginn der Säulenstrasse

 

 

In der teilweise restaurierten

Arena werden für die Touristen Wagenrennen abgehalten, hier eine Trainingsfahrt

 

 

 

 

Qasr Al Azraq

 

 

 

Aus schwarzem Basalt von den Römern 300 AD erbaut und im Laufe der Geschichte von unterschiedlichen Besatzern weiterentwickelt, auch T E Lawrence benützte dieses Fort während des arabischen Aufstandes 1917

 

 

Von dem ursprünglich 3-stöckigen Gebäude ist nur ein Teil zu sehen, …

 

 

… vieles fiel den Erdbeben und nachfolgend dem Bedarf an Baumaterial der dort lebenden Bevölkerung zum Opfer.

 

 

Hier soll 1917 TE Lawrence sein Zimmer gehabt haben

 

 

Die Steinbögen sehen etwas zerbrechlich aus, aber sie haben Jahrhunderte mit einigen Erdbeben überstanden.

 

 

 

 

 

Diese massive Steintüre lässt sich auch heute noch mühelos bewegen

 

 

 

 

Qasr Amra

 

 

 

Dieses Jagdschloss in der Wüste 110 km östlich von Amman wurde von den   Arabern (Umayyaden) erbaut und ist heute als Welterbe der UNESCO geschützt, berühmt wegen den gut erhaltenen Fresken.

 

 

 

Früher muss es hier noch grüner gewesen sein, heute ist praktisch alles trocken rundherum

 

 

Wäre da nicht der moderne Bürostuhl, könnte man meinen, in alte Zeiten versetzt zu sein. Das traditionelle Streichinstrument tönt erstaunlich gut und auf jeden Fall besser als der Gesang des Spielers.

 

 

In Anbetracht der islamischen Erbauer des Schlosses zeigen die Fresken erstaunlich freizügige Szenen aus der damaligen Welt.

 

 

Bilder aus der Tierwelt

 

 

Für angenehme Temperaturen im Bad sorgte diese Bodenheizung

 

 

 

 

Qasr al Kharana

 

 

 

Schloss oder Karavanserei in der Wüste. Von den Römern oder den Byzantinern gebaut und in 710 AD von den    Umayyaden restauriert und bietet um den zentralen Innenhof rund 60 Räume.

 

 

Imposanter Eingang. Die Schiessscharten sind aber eher zur Dekoration, von der Innenseite ist hier kaum Platz für einen Schützen.

 

 

 

 

Schloss Kerak

 

 

 

Eine weitere Burg aus der Zeit der Kreuzzüge, mit einer riesigen Mauer umgeben

 

 

An strategischer Lage mit Sicht in die umliegenden Hügel

 

 

Die innere Mauer zum Schutz der Kernzone der Burg

 

 

 

Die 2 Führer durch die alten Mauern

 

 

 

 

 

 

Sela Ruinen

 

 

 

 

Zeitzeugen aus ganz anderen Zeiten: Vor ca. 3000 Jahren gab es hier eine Stadt auf einem Hügel. Die Bewohner haben ihre Häuser in den Sandstein gehauen, der dann aber über die Jahrtausenden abbröckelte. Man sieht noch einige Höhlen, Treppen, Wasserkanäle und Wasserreservoirs. Archäologen sind immer noch an der Arbeit

 

 

Dieser Hügel war komplett ausgehöhlt

 

 

 

Steiler Zugang auf den Stadthügel

 

 

 

 

Wie alt sind wohl diese Schriftzeichen und was heissen sie?

 

 

Erfahrungsaustausch unterwegs, hier mit 2 Reisenden aus den Niederlanden

 

 

Und wieder einmal ein ganz schöner Sonnenuntergang

 

 

 

 

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Christliche historische Orte

Vor allem im Nordwesten Jordaniens  findet man viele Orte, die bereits in der Bibel erwähnt sind. Hier spielte sich ein grosser Teil der biblischen Geschichte ab, und man kann heute diese Orte als Gedenkstätten besuchen. Ein komisches Gefühl, wenn man Ortsbezeichnungen aus der Bibel begegnet.

 

 

 

Madaba

 

 

 

In Madaba leben seit Jahrhunderten viele Christen. Zeugen davon sind Kirchen und Kathedralen. In dieser griechisch Orthodoxen Kirche, der St. Georg Kirche wurde in 1864 ein Mosaik gefunden, das eine Karte mit den wichtigsten biblischen Orten zeigt, mit Beschriftungen und Zeichnungen. 

 

 

St-George’s Church mit dem Mosaik-Fussboden

 

 

Beschreibung des Mosaiks

 

 

Details aus dem Kartenmosaik. Das Oval links oben ist die ummauerte Stadt Jerusalem

 

 

Ausschnit: Der Jordan fliesst in das Tote Meer, ein Fisch hat wohl bemerkt, dass er in salziges Wasser kommt und dreht um, wieder flussaufwärts. So hat es zumindest unser Führer erklärt….

 

 

 

 

Römisch Katholische

Kathedrale, auf dem höchsten Punkt in Madaba, leider im Moment geschlossen

Nicht weit neben dieser Kathedrale (100 m) steht eine neue, sehr grosse Moschee. Christen und Moslems leben in Madaba seit jeher friedlich zusammen.

 

 

 

 

 

 

Mt. Nebo

 

 

 

 

Der Berg Nebo war das Ende der Wanderung von Moses durch die Wüste, hier zeigte er seinem Volk das versprochene Land und hier starb er dann auch kurz danach

 

 

Heute gibt es auf dem Berg eine Gedenkstätte mit viel Information zum Thema.

 

 

Bei klarem Wetter sieht man von hier aus einige  dieser biblischen Orte

 

 

Links der Beginn des Toten Meers, rechts das Jordantal

 

 

In der Ferne untern der Dunstglocke ist der See von Galiläa und die Hügel rechts sind die Golan-Höhen

 

 

 

 

Machaerus / Mukawir

 

 

 

Dort oben auf dem Hügel zeugen nur noch ein paar Steine vom Palast Machaerus, dem Sitz von König Herodes. Dort soll auch Johannes der Täufer gefangen gehalten und  anschliessend geköpft worden sein.

Da haben wir es beim Frühstück auf dem Nachbarhügel bedeutend friedlicher.

 

 

 

 

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Das Jordantal und das Tote Meer

Das Jordantal und das Tote Meer liegen knapp 400 m unter dem Meeresspiegel. Dementsprechend sind die Temperaturen sehr hoch, d.h., im Moment waren es sehr angenehme 20-25 Grad, im Sommer gibt es dann aber 40 Grad und mehr. Entlang dem Wasserlauf werden die Felder bewässert und es sieht aus wie ein riesiger Garten. Gemüsebau in grossen Treibhäusern. Im Moment war Tomatenernte und die noch nicht ganz reifen Tomaten wurden in zahllosen Lastwagen in Richtung Amman transportiert. 

 

 

 

Wüste an den Hängen des Tales, grüne Felder im Talboden

 

 

 

Mit Pumpstationen und Kanälen wird sichergestellt, das das Jordantal eine fruchtbare Oase bleibt

 

 

Unglaublich grosse Pflanzungen dank dem Wasser des Jordans, ein Segen für Jordanien und Palästina, auf der anderen Seite des Flusses

 

 

Pausenlos verkehren die „Tomatenbomber“ in Richtung Amman

 

 

Am Toten Meer

 

 

Es stimmt wirklich, wir sind hier fast 400 m unter dem Meeresspiegel.

 

 

Alles klar?

 

 

 

Im Sand und den Steinen des Ufers sammeln sich Salzklumpen und alles ist mit …

 

 

 

… einer dicken Salzschicht überzogen.

 

 

Natürlich mussten auch wir …

 

 

…. ein Bad nehmen, und es stimmt, man kann hier nicht untergehen. Nur Brustschwimmen ist nicht möglich, denn durch den Auftrieb an Beinen und Rumpf werden Kinn und Nase unter Wasser gedrückt.

 

 

 

Abendstimmung am Toten Meer

 

 

Abgesehen vom Unrat ein schöner Platz am Meer, mit Touristenkamel

 

 

 

Palmen über dem Toten Meer, der Strand im Hintergrund gehört zu Palästina

 

 

 

 

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Wadi Mujib

Das wohl bekannteste Wadi (Wadi = Flusslauf, meistens trocken) in Jordanien. Er verläuft von Ost nach West ins Tote Meer. Leider war aber der Park geschlossen, sodass wir keine geführte Wanderung im unteren Teil des Wadis machen konnten. Dort im unteren Teil zwängt sich der Wasserlauf durch enge und mehrere 100 m hohe Schluchten, wäre sicher interessant gewesen.

 

 

 

Ein Blick in die Schlucht hinauf am Ende des Wadi Mujib, im Moment ein zahmes Wässerlein, aber soweit wir informiert sind, kann das Wasser plötzlich um einige Meter ansteigen, dann sollte man besser nicht in der Schlucht sein

 

 

Und ein Blick gegen das Meer, hier wird Wasser gesammelt, das nach einer Reinigung als Trinkwasser nach Amman gepumpt wird. Im Moment geht kein Tropfen ins Tote Meer.

 

 

Am oberen Teil des Wadi Mujib führt die Strasse quer durch, in vielen Windungen hinab und über den Damm und auf der Gegenseite wieder hinauf. Wo es Wasser hat, gibt es auch Oliven-Plantagen

 

 

 

Stimmungen aus dem Wadi Mujib

 

 

 

 

 

 

Pausenplatz im Wadi Mujib

 

 

 

 

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Petra, die Rote Stadt

Petra ist sicher die grösste Touristenattraktion Jordaniens. Vor über 2000 Jahren haben die Nabatäer die Stadt regelrecht in den weichen, meist roten Sandstein hinein gehauen. Heute sieht man davon vor allem noch die riesigen Grabstätten, aber auch andere Gebäude, über deren Verwendungszweck aber auch heute noch einiges nicht so klar ist. Die Stadt liegt in der Wüste und die grosse Herausforderung der damaligen Erbauer war das Wasser. Man sieht noch heute viele Wasserkanäle, über die das kostbare Nass in unterirdische Reservoirs geleitet wurde. Nur so konnte die Stadt überhaupt überleben. Später wurde die Stadt vom römischen Reich annektiert. Wirtschaftlich lebte die Stadt vom Handel und von der einmaligen Lage an der Handelsstrasse zwischen Afrika und dem Orient.

Im 14. Jahrhundert verlor die Stadt ihre Bedeutung, weil sich die Handelswege verändert, und Petra nicht mehr Teil des jahrhunderte lang lukrativen Handels war. Erst 1812 entdeckte der Schweizer Johann Ludwig Burkhardt die Stadt wieder und weitere 100 Jahre später begannen die Ausgrabungen. Heute ist Petra als UNESCO Welterbe registriert.

Sicher ein Besuch wert. Sehr gut gefallen hat uns aber auch die Schlucht am östlichen Rand der Stadt gefallen, die wir von Norden her durchwanderten.

 

 

 

 

Um 6 Uhr morgens beginnen wir unseren Rundgang in Petra, für einmal sind wir vor der Sonne unterwegs. Links der Eingang in die Schlucht, die zur Stadt Petra führt.

 

 

 

Beidseits des Canyons sind Wasserläufe, wo früher das kostbare Nass in Sammelbecken geleitet wurde.

Und plötzlich nach 1.2 km öffnet sich die Schlucht und ein erstes Bauwerk zeigt sich, die so genannte Schatzkammer

 

 

Das riesige Bauwerk ist nach 2000 Jahren im Sandstein immer noch gut erhalten

 

 

Die Grösse zeigt sich erst im Vergleich mit Laura

 

 

Perfekt erhaltene Säulenköpfe

 

 

Auch ein Theater durfte natürlich nicht fehlen, alles aus dem Sandstein herausgehauen.

 

 

Entlang der Königsgräber.

Die Innenräume sind entgegen der Aussenfassade nur grob behauen und nie so gross wie die Aussenseite, in der Regel sind entlang der Seiten Nischen im Fels

 

 

Das grösste der Königsgräber, der Urn Tomb (rechts), 17x19 m, stammt aus dem Jahr 70 AD. Mitte des 5. Jahrhunderts wurde die Grabstätte dann als Byzantinische Kirche genutzt

 

 

Das Palast-Grab, sieht aus wie ein Palast, daher der Name. Leider sieht man nicht mehr viel von der einstmals reichen und feinen Dekoration.

 

 

Neben den bekannten Königsgräbern gibt es im Talkessel hunderte weiterer, kleinerer Grabstätten und Wohnhöhlen zu sehen.

 

 

Nach 800 Treppenstufen aus dem Talkessel heraus erreicht man Al-Deir (the Monastery), von seiner Lage und Grösse sehr eindrücklich.

Auch dieser Bau soll als Kirche genutzt worden sein.

 

 

 

Auf dem Weg zur Monastery, zum Glück ist es Winter, mit angenehmen Wandertemperaturen. Bei über 40 Grad im Sommer wäre es mühsam.

 

 

  

Oberhalb der Monastery kommt man sogar zum (Jordanischen) Top of the World. Die Aussicht in die dahinter liegende Wüste ist super.

 

 

Petra ist in den Sandstein gehauen, die Gebäude sind dann mit einem Verputz versehen. Sobald dieser Verputz weg ist, sieht man die Struktur und die Farben der darunter liegenden Steine. Farben und Formen sind unglaublich

 

 

Fast kitschig, aber garantiert echt!

 

 

 

Kürzlich wurde eine Byzantinische Kirche ausgegraben, dabei kamen solche Mosaiks zum Vorschein, im Stil analog zu den Mosaiks in Mabada

 

 

 

Nach einer guten Stunde Marsch kommen wir zu einem Opferplatz zuoberst auf einem Hügel. Im Kreis wurden Tiere geopfert, und das Blut über Kanäle gesammelt

 

 

 

 

Daneben war aber auch die Aussicht von dort oben sehr schön, nur schade, dass die Sicht etwas getrübt war wegen einem Sandsturm

 

 

 

Und immer wieder: Wasser-Reservoir und Wasserleitungen

 

 

Im Moment wird hier noch gegraben, aber es ist ein riesiger Tempel, der hier zum Vorschein kommt

 

 

 

Überall werden Kamele als Transportmittel durch die weitläufigen Ruinen angeboten

 

 

 

Während die Bauten unten recht gut erhalten sind, lässt sich oben nur erahnen wie es einmal war.

 

Ein Paradies für Steinesammler (wie z. Bsp. Laura)

 

 

   

Im östlichen Teil Petras gibt es eine begehbare  Schlucht. Die Wanderung von unten hinauf war fantastisch.

 

 

   

In Thun würde man diesem Tunnel „Entlastungsstollen“ sagen. Durch den Tunnel und damit durch die Schlucht, die wir gerade heraufkamen, konnte das Wasser bei einer Sturzflut umgeleitet werden, und der Talkessel von Petra so vor den Fluten geschützt werden. 4 m hoch soll das Wasser hier kommen ….

 

 

 

 

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Wadi Rum Schutzgebiet

Die Wüstenlandschaft des Wadi Rum ist überwältigend. Gewaltige Felsformationen steigen fast senkrecht auf und dazwischen erstrecken sich die Täler mit Sanddünen und verschiedenfarbigen Sandstrecken. Die Gegend des Wadi Rum ist ein grosses Schutzgebiet, doch touristisch voll erschlossen. Der Tourist mietet sich hier in der Regel eine Jeep- oder Kameltour und geniesst die Wüstenlandschaft. Zunehmend wird das Wadi Rum aber auch von Kletterern entdeckt. Einige Felskletterer aus Europa überwintern hier und machen ihre Touren vom Rum Village aus.

Wir erkundeten den Park während 4 Tagen mit dem Camper. Das war ein Test der Fahrmöglichkeiten im Sand, und wir waren erstaunt, was man mit dem Sprinter so alles machen kann. Daneben genossen wir die Stille, den Sternenhimmel und die Einsamkeit in der Wüste.

In der Gegend des Wadi Rum leben Beduinen, teilweise immer noch in ihrer traditionellen Art, teilweise aber auch an die heutige Zeit angepasst als Führer im Park, als Jeep- oder Kameltourführer, als Restaurateur oder Souvenirverkäufer. Das Ganze ist aber gut organisiert und nicht zu aufdringlich. Es gibt den Touristen einen guten Einblick in das Leben der Beduinen. Die sprichwörtliche Gastfreundschaft dieser Leute durften wir mehrmals bei einem Tee geniessen.

 

 

 

 

Luft aus den Reifen ablassen, und dann erst zögerlich und mit der Zeit immer mutiger in den Sand, in der Regel folgen wir bestehenden Spuren

 

 

Geschafft,  ein Platz mit schöner Aussicht für die Nacht ist gefunden

 

 

Eine Salzpfanne, total flach und hart

 

 

Eine Zeltstadt in der Nähe von Disi steht bereit für die Touristen in der Hochsaison (März bis Mai), zu unserem Glück steht heute alles noch leer

 

 

Die Wadi Rum Schutzgebiet aus Satellitensicht

(Jabal = Berg)

 

 

 

Warten auf die nächsten Touristen …

 

 

.. und hier sind sie….

 

So sieht es aus, wenn eine Gruppe Touristen, hier eine „Delegation“ von einem Kreuzfahrtschiff, von Akaba aus auf einen Tagesausflug geht. Jeder Pickup hat gepolsterte Sitze für 6-8 Personen hinten drauf. Dabei werden die Passagiere zum Teil ganz schön durchgeschüttelt.

 

 

 

Felszeichnungen, scheinbar ca. 2000 Jahre alt von den Nabatäern

 

 

Diese sind etwas jünger!

 

 

Das Portait von T.E. Lawrence (Lawrence of  Arabia) in Stein gehauen

 

 

 

Eindrücke aus…

 

 

 

… dem Wadi Rum

 

 

 

Fortsetzung …..

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eigentlich suchten wir nur einen schattigen Platz für die Mittagspause und standen plötzlich bei einer der 3 natürlichen Felsbrücken, die es im Park gibt.

So solide sieht das nicht mehr aus

 

 

 

 

Ali’s Place im Rum Village ist der Treffpunkt der Kletterer. Ali klettert selber nicht, aber er hat eine umfangreiche Sammlung von ….

 

 

…. Routenbeschreibungen. Einige der Berge im Wadi Rum sind für das Klettern freigegeben, einzig mit ein paar Einschränkungen betreffend dem Bohren von Sicherungshaken.

Das Klettern im Sandstein scheint mir eher riskant, ich möchte es nicht versuchen.

 

 

Und weil es so schön war, hier noch einmal ein paar Souvernirbildli ….

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anstelle von Sand treffen wir Steine an auf dem südlichen Weg aus dem Park. Doch die Spur war gut, keine Probleme.

 

 

Und am Ende der Sandfahrten müssen die Reifen wieder aufgepumpt werden.

 

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Akaba

Akaba ist eine moderne Stadt und lebt vom Hafen und den Ferienresorts entlang dem Golf von Akaba. Die Korallenriffe sind berühmt und laden zum Schnorcheln und Tauchen ein.

Für uns war es der Treffpunkt mit anderen Afrika-Fahrern und damit eine sehr wertvolle Informations-Börse. Daneben musste so einiges erledigt werden, die Wäsche, Mails, Homepage, Vorräte einkaufen, Visum verlängern und schliesslich nahmen wir uns auch die Zeit für 2 Tauchgänge im glasklaren Roten Meer und eine Fahrt mit dem Glasbodenboot, war sehr lohnend.

 

 

Der grösste Teil der Strände in und um Akaba sind öffentlich und werden gepflegt. Hier in der Stadt in der Nähe des Hafens.

 

 

Auch speziell: Direkt hinter der Strandpromenade gibt es diese kleinen Gärten, wo sich einige Stadtbewohner etwas anpflanzen können. Mit Bewässerungsgräben.

 

 

Sonnenuntergang in  Akaba

 

 

 

Kaffee und Gewürze im Markt von Akaba

 

 

 

 

Hier ist der Koch des Hotels an der Arbeit, es gibt eine Schafspezialität (zu der wir leider nicht eingeladen waren): Ein frisch geschlachtetes Schaf wird zerstückelt und auf die 3 Etagen des Gestells verteilt. Daneben ist ein Fass im Boden eingegraben, in dem Feuer gemacht wird. Auf die glühende Holzkohle, werden noch spezielle Hölzer aufgelegt, damit das Ganze den richtigen Duft bekommt. Anschliessend wird das Gestell mit dem Fleisch ins Fass abgesenkt, mit einem nassen Tuch abgedeckt und mit 20 cm Sand zugedeckt. Nach 3 Stunden kommt die Grillade aus der Versenkung, es soll köstlich gewesen sein…..

 

 

Schon wieder Abend, von unserem Stellplatz aus gesehen geht die Sonne über dem Sinai unter

 

 

 

Ferienstimmung bei unserem Camping-Hotel.

 

 

 

 

Mit Maske und Schnorchel auf Entdeckung, die einheimischen Frauen sind oft im Wasser, halt einfach mit Bekleidung.

 

 

Im Glasbodenboot entlang der Küste. Korallen und Fische sind sehr schön, ein echte Paradies für Schnorchler und Taucher.

 

 

Fotos durch den Glasboden gelangen nicht, hier nur stellvertretend ein Bild

 

 

Doch hier noch ein 2. Bild:   In ca. 4 m Tiefe liess der König (selbst aktiver Taucher) hier vor ein paar Jahren einen Panzer parkieren.

Oder vielleicht hat er nur an der Uferböschung vergessen die Handbremse anzuziehen. Den Fischen jedenfalls gefällt es.

 

 

Klares Wasser und schönste Korallenriffe

 

 

Entlang des Ufers gibt es mehrere Freizeitanlagen, gut gepflegt und öffentlich zugänglich.

 

 

 

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