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Im Buffalo Springs Nationalpark

 

 

Kenia Teil 1, von der Grenze bis Nairobi

 

 

 

Einige Reiseinfos:

 

Währung

Kenianischer Schilling, 1 US$ = Ca. 74 Schilling.

Geldwechsel

Es gibt recht viele ATM, aber nicht alle akzeptieren unsere Karten (Visa wäre besser als unsere Mastercards). Reisechecks können in Nairobi bei den meisten Forex-Wechselbüros eingetauscht werden, die Wechselkurse sind aber recht unterschiedlich, es lohnt sich, bei einigen Büros zuerst nachzufragen.  

Visa

Touristenvisa in Addis Abeba, gültig für 3 Monate ab Einreise für ca. 25 US$

Zolldokument

Carnet de Passage, an der Grenze mit einer Gültigkeitsdauer von 90 Tagen, analog dem Visa.

Einreise über Illeret,

Lake Turkana

An dieser Strecke gibt es keinen Grenzposten. Wir haben unsere Pässe und das Carnet in Omorate, ca. 40 km vor der Grenze ausstempeln lassen. In der 1. Siedlung auf kenianischem Gebiet, in Illeret, haben wir uns auf dem Polizeiposten registrieren lassen. Zusätzlich haben wir von der Polizei in Illeret einen Brief mitbekommen, in dem bestätigt wurde, dass wir uns dort gemeldet haben, und dass wir die formelle Einreise bei der Immigration und beim Zoll in Nairobi nachholen werden. Das hat denn auch alles problemlos geklappt.

Haftpflichtversicherung

Haben wir in Nairobi für Kenia abgeschlossen. Dazu gibt es dann (analog der Grünen Karte in Europa) die Gelbe Karte, die bestätigt, dass das Fahrzeug in den bezeichneten Ländern (für uns der Osten und Süden Afrikas) gültig ist. Damit sollte das Versicherungsproblem bis SA gelöst sein.

Dieselpreis pro Liter

Je nach Gegend recht unterschiedlich, im Schnitt ca. 70 Schilling

Eintrittspreise in die Reservate und Nationalparks

Die Eintrittspreise in die Reservate und Nationalparks sind in den letzten Monaten explodiert. Mit Faktor 2 bis 5 gegenüber unserem Reiseführer Lonely Planet, Ausgabe 2007. Standartpreise sind heute $50-$60 pro Tag und Person, $10 pro Tag für das Auto (in Tansania werden es dann $100-300 für das Auto sein) und $20 pro Tag für eine Übernachtung im Camp pro Person (im eigenen Zelt oder Auto), ohne jegliche Infrastruktur.

Camping

Im Norden, entlang dem Lake Turkana und bis hinunter nach Isiolo war wildes campieren im Busch problemlos. Weiter gegen Nairobi und dann weiter hinaus gegen Westen ist die Besiedelung zu dicht, man kommt kaum noch ungestört in den Busch. Dafür gibt es hier Campingplätze, von ganz einfach bis schon fast luxuriös.

Spezielle Stellplätze:

- Maralal: Yare Club Camp, N 01.03.487  E 036.42.655

- Timau, am Fusse des Mt. Kenia: Kentrout  N 00.32.980  E 037.35.814

- Nairobi: Jungle Junction

 

Unsere Reiseroute,

Kenia 1

(Omorate) – Illeret – North HorrLoyangalaniMaralal - Archer’s Post - Nairobi

 

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Es ist Abend, wir kamen über die „grüne Grenze“ und campieren kurz vor Illeret wild am Lake Turkana.

 

 

 

Am Morgen sehen wir dann, dass der Lake Turkana ein Paradies für Vögel ….

 

 

…. und Fische ist. Der Nil-Barsch (oder Tilapia) kannten wir bereits von Äthiopien, er schmeckt sehr gut.  Die Fische werden direkt am Strand ausgenommen, „gereinigt“ und zum Trocknen ausgelegt. Ob der Kuhfladen bewusst dorthin gelegt wurde um das Aroma noch weiter zu verbessern?

 

 

 

Polizeistation Illeret, wo für uns offiziell Kenia beginnt. Die Polizisten waren sehr freundlich und hilfsreich, vielleicht waren sie froh, endlich etwas zu tun zu haben.

 

 

 

Nach Illeret begann dann die „abenteuerliche“ Strecke: Weicher Sand, grober Schotter und Fels wechseln ab mit ….

 

 

 

…. sehr schönen Sandstrecken und wieder mit felsigen/steinigen Passagen.

 

 

Die Oase El bes ist Treffpunkt von Kamel- und Ziegenherden.

 

 

 

Hier hat es seit mehr als einem Jahr nicht mehr geregnet, aber wenn es dann kommt, dann wird oft die Strasse aus- oder weggewaschen

 

 

 

Eigentlich eine sehr gute Schotterstrecke, nur ist unsere Bodenfreiheit etwas knapp und es ist grösste Vorsicht geboten.

Zur Erholung dann ein Stück über einen ausgetrockneten See.

 

 

 

… bevor die nächsten Steine kommen.

 

 

Trotz den Strapazen geniessen wir die einsame Gegend, zur Abwechslung sieht man gelegentlich Kamele, Strausse oder Antilopen..

 

 

 

Ein Überleben in dieser unwirtlichen Gegend bedingt Vorbereitungen: Mit Hilfe der EU und einigen Hilfswerken werden Rückhaltebecken gebaut, damit das Wasser, wenn es dann einmal kommt, nicht einfach ungenutzt weg fliesst.

 

 

Die Katholische Mission in North Horr: 2 Deutsche arbeiten hier seit 14 Jahren als Missionare. Neben den religiösen Aktivitäten in ihrer Kirche betreiben sie hier eine Schule und  verschiedene Werkstätten  (Schreinerei, Autowerkstatt, Schlosserei). In dieser Region hat es rund 8% Christen.

 

 

Im Zentrum steht die Kirche. Eigentlich sehr gross, doch am Sonntag ist sie bis auf den letzten Platz besetzt. Was aussen mit dem grossen Wellblechdach eher wie ein Industriebau aussieht, ist innen ….

 

 

 

… sehr geschmackvoll  gestaltet. Rechts das Taufbecken.

 

 

Bei der Missionsstation sieht man diese Rundbauten. Das ist kein Flüchtlingslager, so leben diese Stämme in der Gegend.

 

 

Etwas südlich von North Horr entsteht bereits eine weitere Kirche der Katholischen Mission. Der Rundbau übernimmt die Form der einheimischen Häuser und das Baumaterial (ausgenommen der Zement) kommt weitgehend aus der Gegend.

 

 

 

Wasser ist das A und O, hier beim Flugfeld in North Horr und weiter südlich in der Oase Gusi.

 

 

 

Abwechslungsreich und teilweise mühsam geht es weiter

 

 

Wir nähern uns Loyangalani, im Hintergrund ist bereits der Turkana See wieder sichtbar

 

 

 

Geschafft, der Fahrer hat es besser überstanden als der Reifen. Noch vor 6 Monaten war das ein neuer Reifen, jetzt fehlt einiges an Profil und einige Stollen fehlen ganz.

 

 

Pause unter Palmen in Loyangalani, der erste Ort seit langem mit einer Touristen-Infrastruktur. Es gibt im Dorf mehrere heisse Quellen, also konnten wir wieder einmal wirklich heiss duschen!!

 

 

Der Turkana-See ist wirklich sehr schön und dazu noch sehr gross, von Nord nach Süd misst er gute 100km.   Wegen seiner Farbe wird er auch Jade-See genannt.

 

 

Eigentlich erwarteten wir Krokodile am Strand, fanden aber überhaupt keine. Scheinbar haben sie sich auf die Insel im Hintergrund (South Island National Park) zurückgezogen.

 

 

 

Neben der Farbe und der Grösse ist der See für seinen Fischreichtum bekannt. Direkt von einem Fischer am See kauften wir wieder einmal ein und genossen das Nachtessen in einem wilden Camp im Busch.

 

 

Abschied vom See, ein letzter Blick zurück

 

 

 

Die Ferienstimmung vom See war bald vorbei, es war wieder harte Arbeit angesagt

 

 

 

 

Fast unglaublich, aber in diesen Behausungen leben Menschen mit ihren Tieren, Wasser müssen sie in Kanistern herbei tragen. Der jährliche Regen hätte schon lange kommen sollen, doch die spärlichen Wolken ziehen weiter, ohne Wasser abzugeben. 

 

 

 

Somali Strausse und Kori Bustarde (bis 130cm gross) beleben den Busch

 

 

 

Wir begegnen jetzt immer mehr Samburus. Sie leben hauptsächlich von ihren Rindern, Schafen und Ziegen.

 

 

Nach der tagelangen Einöde wird es langsam wieder grün und die blühenden Büsche bringen zusätzlich Farbe ins Bild

 

 

Süd Horr, eine kleine, gemütliche Siedlung mit farbigen Häusern. Das haben wir sonst in dieser Gegend nirgends gesehen.

 

 

 

Als ob uns die „Strasse“ noch einmal zeigen wollte, wer hier das Sagen hat, gab es noch ein paar rauhe Strecken, bis dann der Spuk wirklich vorbei war und ……

 

 

 

….. wir wieder ganz zivilisiert weiterreisen konnten

 

 

Campingplatz mit atemberaubender Aussicht: Bei Paragol, auf dem Losiolo Escarpment liessen wir den Blick in die Weite schweifen. Im Talboden sah man Siedlungen und die Rinder- und Ziegenherden herumziehen.

Ein leider etwas dunstiger Blick in die Samburu-Hills

 

 

 

Herrliche Blüten, ähnlich einer Protea

 

 

Die ersten Zebras auf unserer Reise! Was später fast zum Alltag gehörte, war hier etwas neues, ein Trupp Zebras, der sich hier frei bewegte.

 

 

Maralal mit dem Yare Camel Club und Campingplatz. Damals wussten wir noch nicht, dass wir später nochmals hierher zurückkommen werden, nämlich zum jährlich stattfindenden Kamelrennen. Das war ein farbenfrohes Erlebnis, doch davon später!

 

 

Öffentlicher Transport gibt es kaum, solche Transporte sind ganz normal. Nicht normal war (in den Augen der Leute am Strassenrand), dass wir keine Einheimischen mitgenommen haben, da wir doch im Wohnzimmer noch viel Platz gehabt hätten…..

 

 

 

Nicht Festtracht sondern Alltagsgewand. Das Samburu Mädchen schüttelt die Äste dieser Bäume, damit die Früchte (eine Art Bohnen) herunterfallen, als Futter für die Ziegen.

 

 

Endlich!!! Jetzt glauben wir es wirklich: Wir sind in Afrika!!!

 

Im Buffalo Springs Nationalpark hatten wir endlich ein echtes Afrika-Erlebnis: Wir fuhren mit dem Camper auf den kleinen Strassen und Wegen durch den Park und begegneten dabei so allerlei Afrikatypischen Tieren. Gleich am Anfang kam dieser Gigant auf uns zu.

 

 

Friedliches Familienleben

 

 

Eine Oryx Antilope mit ihren riesigen, geraden Hörnern.

Ihre Tarnung im trockenen Gebüsch ist perfekt

 

 

Oryx überleben in heissen Gegenden, wo sonst keine Antilopen mehr anzutreffen sind. Sie können ihre Körpertemperatur ansteigen lassen und sparen damit Wasser.

 

 

Eine Grant’s-Gazelle.

Flink und aufmerksam müssen sie sein, denn sie stehen zuoberst auf dem Speisezettel der Raubkatzen.

 

 

Abend im Park: Wir blieben die Nacht im Park auf einer so genannten „Special Campsite“. Was war so „special“ daran: Abgesehen, dass der Platz doppelt so teuer war wie der normale, gab es auf dem Platz absolut keine Infrastruktur, keine Wegweiser zum Platz, keine GPS-Koordinaten und keine Karte. Das einzig spezielle war scheinbar, das wir den Platz am Bach für uns alleine hatten. Nicht einmal Tiere haben wir dort gesehen. Schade, das nächste Mal sind wir besser vorbereitet.

 

 

Giraffen in der Freiheit sehen halt schon anders aus als ihre Kollegen im Zoo.

 

 

 

 

 

Dieser Büffel begann mit den Vorderbeinen zu Scharren als wir neben ihm anhielten. Nach dem Klick sind wir dann sofort weiter gefahren…..

 

 

Wunderschöne Gazelle

 

 

Impala

 

 

Ein Dik-Dik. Diese haben wir seit Tagen im Busch immer wieder gesehen, doch sie sind so scheu, dass wir sie nie vor die Linse bekamen. Hier im Park sind sie zutraulicher. Sie sind sehr klein, mit einer  Schulterhöhe von ca. 40cm und meistens zu zweit.

 

 

Es hat viele Zebras im Park. Das hier sind Grevy‚s Zebras, typisch mit ihren grossen runden Ohren. Sie kommen vor allem im nördlichen Teil Kenias vor.

 

 

Auch sie gehören dazu, die Warzenschweine: Sie sind immer in der Familie unterwegs und scheu. Meistens sieht man von ihnen nur den Hinterteil mit gerade aufgerichtetem Schwanz, wenn sie davonrennen.

 

 

Wir waren zu früh für ein Bier, diese neue Lodge im Park geht erst in einem Monat auf. Luxus pur, mit bestem Restaurant und Swimmingpool. Nicht für unser Budget geeignet.

 

 

Das war unser erster Park, es war ein gutes Erlebnis!

 

 

Kaum aus dem Park eine total andere Welt: Riesige Kornfelder

 

 

Wiedersehen auf dem Kentrout- Camping in Timau: Bernd und Loes fuhren auf der direkten Strecken via MoyaleMarsabit nach Kenia, währenddem wir zusammen mit Hans + Doris die Lake Turkana-Strecke unter die Räder nahmen.  

 

 

Nach den unzähligen Staubstrecken war Putzen angesagt

 

 

Zu Hause gibt es sie nur gegen viel Geld im Blumengeschäft, hier wachsen sie in der freien Natur: Aerum-Lilien.

 

 

Am Äquator! Man spürt nichts dabei, und ob das Wasser beim Auslauf aus der Badewanne anders rum dreht, haben wir noch nicht ausprobiert.

 

 

Ein Souvenir-Bildli mit Loes, Bernd, Doris und Hans, und natürlich mit Mira-Bai

 

 

Und es stimmt: Das GPS zeigt exakt 00°00.000’

 

 

Und wohin soll es jetzt wirklich gehen???

 

Ganz so ratlos sind wir in der Regel nicht, doch auch wir müssen (oder besser: Dürfen!) immer wieder entscheiden, wohin es gehen soll.

 

 

Am frühen Morgen war er noch zu sehen: Mt. Kenia.

 

 

 

 

Als wir näher kamen, verschwand der Berg in den Wolken, daher hier ein Bild von einem Plakat, für alle die gerne Berge sehen.

 

 

Wir verzichteten auf eine Wanderung im Park, denn der Berg war in den letzten Tagen immer in den Wolken.

 

 

 

Das Stadtzentrum von Nairobi, eine moderne und saubere Stadt, mit Geschäften, die kaum Wünsche offen lassen.

 

 

 

Neben neuen moderne Gebäuden gibt es auch noch einige alte, gut renovierte Bauten aus der Kolonialzeit

 

 

 

Für einmal funktioniert die Technik: Mit Mikrofon, Notebook und Skype zum Nulltarif mit der Welt verbunden.

Dank Wireless Internet auf dem Jungle Cunction Camping in Nairobi wird die Homepage bequem vom Campingstuhl aus aktualisiert.

 

 

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