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Typische Landschaft in der Karoo

 

 

Die Karoo

 

Einige Reiseinfos:

 

Unsere Reiseroute

Bloemfontein – Kimberly – De Aar – Middelburg – Cradock (Mountain Zebra NP) - Graaf Reinet – Addo (Addo Elefant NP)

 

 

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Das grosse Loch von Kimberley!

 

Dieses Loch entstand in Handarbeit bei der Suche nach Diamanten.

 

 

2008 wurde gleich neben dem Loch ein modernes Museum eröffnet, das die Geschichte der Diamantenmine zeigt. Sehr empfehlenswert!

 

 

 

Und hier begann die Geschichte der Kimberley-Mine, als 1871 Erasmus Jacobs beim Spielen im Flussbett einen Diamanten fand.

Analog dem Goldrush im Wilden Westen der US lockte dieser Fund tausende von Glückssuchern in die Gegend.

 

 

Schon bald fand man die Gegend der heutigen Mine als den Ursprung der Diamanten, und die Suche begann.

Ein paar Daten der Kimberley Mine.

 

 

Auf Hunderten von Claims haben sich die Leute nebeneinander in die Tiefe gebuddelt. Der Aushub wurde mit primitiven Seilbahnen aus dem Loch befördert. So entstand das grösste von Hand gegrabene Loch der Welt.

Bereits 1872 sollen hier über 50'000 Leute an der Arbeit gewesen sein.

Je tiefer das Loch wurde, desto grösser wurde die Einsturzgefahr.

 

 

 

Erst als Cecil Rhodes begann, die einzelnen Claims systematisch aufzukaufen, konnte die industrielle Erschliessung der Mine beginnen. Vertikale Stollen gingen bis auf 1097m hinunter, von diesen Stollen wurden horizontale Tunnels geöffnet, teilweise mehrere parallel zueinander, mit Galerien dazwischen, siehe Modell.

 

 

 

Vom Museum aus kann man in den „Untergrund“ steigen und sich die Tunnels ansehen. Es handelt sich hier um Modelle, die aber sehr echt aussehen.

 

 

 

Der Wagen mit dem Dynamit ist echt, nur die Dynamit-Stangen sind es hoffentlich nicht.

2 Tunnel durch eine Galerie miteinander verbunden.

 

 

 

Relikte aus alten Zeiten: Ein Traktor, eine Seilwinde (mit Dampf betrieben)

 

 

 

Ein Förderturm und 2 Dampfloks für den Transport des Aushubes.

 

 

Welt- und Diamantengeschichte im Museum: Oberhalb der Linie sind die wichtigsten Ereignisse der Weltgeschichte chronologisch dargestellt, unter der Linie die einzelnen Schritte der Entwicklung der Diamantenminen in der Region Kimberley.

 

 

Und das sind die verschiedenen Stufen der Bearbeitung der Diamanten, vom Rohdiamanten bis zum Schmuckstück.

Am Schluss des Rundganges wurde eine Ausstellung mit Schmuckdiamanten gezeigt (Fotografieren verboten!), sah gut aus, ob sie allerdings echt waren, oder ob es sich um Swarowsky-Kristalle handelte wissen wir als Laien nicht.

 

 

Ebenfalls im Museum: Eine Rüttelsieb-Anlage.

 

 

 

 

Rings um das Museum stehen die alten Häuser aus der Zeit 1880 bis 1910, inkl. Strassenbahn. Die meisten Häuser beherbergen heute Läden, Museen oder Restaurants/Bars.

 

 

Und das ist er, Cecil John Rhodes! Er war die treibende Kraft bei der Entwicklung der Kimberley-Minen. Wer war er: Als 18-jähriger kam er 1870 von England nach Südafrika, eigentlich um sich hier im besseren Klima gesundheitlich zu erholen. Doch er schloss sich den Diamantensuchern an und arbeitete wie wild, bis er 1887 begann, die einzelnen Claims zusammen zu kaufen. 1887 gründete er die de Beers (das Grundstück auf dem sich die Mine befand gehörte zur Farm der de Beers Brüder) Consolidated Mines Company. Mit finanzieller Unterstützung aus England kaufte er auch die Anteile seines Kontrahenten Barney Bernardo und seine Gesellschaft hatte damit die komplette Kontrolle, und die industrielle Diamantensuche, die Verarbeitung und der Handel begann. Cecil Rhodes war auch politisch sehr aktiv, 1890 wurde er als Premierminister der Kapregion gewählt. Er hatte die Vision einer Eisenbahn vom Kap bis nach Kairo, und zwar die ganze Strecke auf britischem Hoheitsgebiet! Nachdem er Bechuanaland (später Botswana) und Rhodesia (heute Zimbabwe) unter seine Kontrolle brachte, wurde er von der britischen Regierung zurückgebunden und musste sein Amt abgeben. Er starb 1906 und hinterliess seinen Reichtum einer Stiftung für die Förderung begabten Studenten.

 

 

Star of the West, ein schön restauriertes Pub in der Nähe der Mine, die Möblierung ist original von anfangs 1900, das Bier war sehr gut.

 

 

Denkmal für die bei der Belagerung von Kimberley durch die Buren gefallenen Verteidiger der Stadt. 124 Tage lang war die Stadt von der Aussenwelt abgeschnitten.

Rhodes brachte den Sandstein für dieses Denkmal von Rhodesien hierher.

 

Die Kanone hier im Bild war die Antwort von Cecil Rhodes auf eine ebensolche Kanone seiner Belagerer. Ein Arbeiter (George Frederick Labram) in Rhodes Werkstätten hatte Erfahrung im Bau von Kanonen und baute innerhalb von 24 Tagen (!!) diese Kanone (genannt Long Cecile), die sich anschliessend in der Verteidigung der Stadt gut bewährte. Labram selbst kam kurz darauf im Februar 1900 bei einem feindlichen Angriff ums Leben.

 

 

 

Rings um Kimberley sind immer noch mehrere kleine Minen in Betrieb, doch ausser den Gebäuden, den Förderbändern und den Abraumhalden bekommt man als Tourist nicht zu sehen.

 

 

Nach Kimberley genossen wir die Fahrt südlich durch die Karoo. Es wurde immer trockener und flacher, eine fast menschenleere Gegend. Hier gibt es mit Bestimmtheit mehr Schafe als Menschen.

 

 

 

Tafelberge und schnurgerade Strassen

 

 

 

Herrliches Schaffleisch.

 

Berühmt in dieser Gegend ist vor allem das Karoo Lamb Potjiekos, ein Eintopf mit Lamm und Gemüse, der stundenlang über dem Feuer gekocht wird.

 

 

Westlich von Cradock besuchten wir den Mountain Zebra NP.

 

 

Wie es der Name des Parks sagt werden hier speziell die sehr selten gewordenen Bergzebras betreut. Sie sind kleiner als die Burchell’s Zebras und haben eine rot-braune Schnauze. Am Hals hängt ein Hautbeutel, den es beim Burchell’s Zebra nicht gibt.

 

 

 

Wir waren fast allein in dieser schönen Gegend

 

 

 

Ein „Schwarzrücken-Schackal“.

 

 

 

Ein Helikopter (Eigentum der Parkverwaltung), der kreuz und quer durch den Park flog nervte uns. Dann sahen wir, was hier los war: Vom Heli aus wurden Tier betäubt und ……

 

 

….. anschliessend durch Fahrzeuge eingesammelt. Scheinbar gibt es Überbestände an Gnus, die entweder verkauft oder in einen anderen Park verlegt werden.

 

Durch diese Aktivitäten im Park waren die Tiere sehr nervös und wir sahen nicht viele von ihnen, und wenn, dann nur von weitem.

 

 

Tagsüber, wenn die Sonne schien, war es ganz schön warm, doch nachts fiel das Thermometer einiges unter Null.

 

 

Ohne das Owl House, (das Eulenhaus), wäre Nieu Bethesda nie das geworden was es heute ist: Ein kleines Dorf in der Nähe von Graaf Reinet, ein Muss für jeden Touristen in der Region und Wohnort für viele Künstler und Pensionierte.

 

Wie kam es dazu:

Helen Martins (1898-1976) lebte hier mit ihrem Vater. Nach dem Tod des Vaters entschied sich Helen, mehr Farbe in den sonst tristen Alltag zu bringen und begann mit dem dekorieren der Räume. Sie verwendete dazu intensive Farben und Glassplitter. Sie zerkleinerte Flaschen mit einer alten Kaffeemühle zu Granulat, mischte diese mit der Farbe und bemalte damit Wände, Decken und Fenster. Das ergab neben dem Farbeffekt auch eine reflektierende Oberfläche.

 

Bald begann dann Helen ihren Garten mit Skulpturen zu dekorieren. Ihre bevorzugten Sujets waren Eulen, Kamele und Personen. Sie arbeitete fast ausschliesslich mit Glasflaschen, Draht, Beton und Farbe. Für die Skulpturen beschäftigte sie einen Assistenten (Koos Malgas), der noch über ihren Tod hinaus die Figuren weiter pflegte.

 

Nach Helens Willen ist das Haus und der Garten heute als Museum erhalten und der Hauptanziehungspunkt der Region.

 

 

Farbige Innenräume, zusätzlich dekoriert mit allerlei Sammlerstücken.

 

 

 

Wände und Fenster sind vollständig bemalt, kein Flecken bleibt unbehandelt.

 

 

Einmachgläser einmal anders: Diverse Glasgranulate als Rohmaterial.

 

 

Eulen mit grossen gläsernen Augen waren ihre Spezialität.

 

 

Kamele mit Figuren aus dem Abendland, einem Buddha sowie Meerjungfrauen, und immer wieder Flaschen.

 

 

 

 

 

 

Auch Krippenfiguren gibt es.

 

 

Ein Rundgang durch Bethesda zeigt: Viele alte, aber gut erhaltene und gepflegte Häuser.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Gebäude ganz links ist ein Restaurant, das von einem Ehepaar (er ist Südafrikaner, sie ist aus der Schweiz) umgebaut wurde. Als wir ankamen war gerade das Eröffnungsfest, zu dem wir ebenfalls eingeladen wurden.

Die Beleuchtung in der Holländisch Reformierten Kirche wird immer noch mit Gas betrieben.

 

 

 

Wieder unterwegs, jetzt nach Graaf Reinet

 

 

 

 

 

Graaf Reinet wird auch als das Juwel der Karoo bezeichnet. 220 Gebäude aus der Zeit um 1900 sind als nationale Monumente aufgelistet und geschützt.

 

 

Bei einem Rundgang durch das Zentrum der Stadt begegnet man den auch ….

 

 

 

…. Auf Schritt und Tritt den alten, perfekt gepflegten Häusern.

Einige sind als Museen offen und zeigen die Geschichte der Stadt mit vielen Exponaten aus der alten Zeit.

 

 

 

Desolation Valley, gleich neben Graaf Reinet.

Das Tal ist ein Nationales Monument und gehört zum Camdeboo Nationalpark.

 

 

Abendstimmung

 

 

Wildtierversteigerung!

 

Leider kamen wir einen Tag zu spät nach Kirkwood, hier in diesem Festzelt wurden Tiere aus dem Addo Elephant Park versteigert. Natürlich konnten die Tiere nicht wirklich vorgeführt werden, dafür gab es eine Grossleinwand, wo sie per Video gezeigt wurden.

Es wäre interessant gewesen zu sehen, wer da was einkauft.

 

 

Im Addo Elephant Park, grosse und kleine Elefanten, friedlich auf dem Weg zum Wasserloch.

 

In der Gegend rund um den Addo NP werden Zitrusfrüchte angepflanzt. Vor vielen Jahren, während einer Trockenperiode fütterte man den Elefanten Orangen um sie über die Trockenheit hinüberzuretten. Scheinbar liebten sie diese Früchte über alles, denn heute ist es verboten, Orangen im Auto in den Park mitzunehmen. Man befürchtet, dass die Elefanten das Auto auseinander nehmen würden auf der Suche nach den  Orangen.

 

 

4 Löwen waren ebenfalls am Wasserloch. Als die Elefanten anrückten begaben sie sich in den Schatten der nahen Gebüsche.

 

 

 

 

 

Ein Prachtstück eines Kudus

 

 

Auch Warzenschweine gibt es überall

 

 

Erdhörnchen beobachten uns misstrauisch

 

 

 

 

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