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Die Manos Pintados

 

 

Argentinien: El Chalten – Mt. Fitz Roy – Cueva de las Manos Pintados- Paso Roballos

 

Nach den Bergen von Torres del Paine und dem Gletscher Perito Moreno ging die Fahrt zu einem nächsten Bergmassiv, dem Fitz Roy. Der Fitz Roy ist berühmt bei den Profi-Kletterern, in einem kleinen Museum der Parkverwaltung sahen wir Bilder mit den eingezeichneten Routen, viele der Routenbezeichnungen stammen von europäischen Kletterern. Wir hatten Glück dass wir den Berg sahen, denn meistens ist er in Wolken gehüllt. Ausgangspunkt ist das Dorf El Chalten, von wo wir ein paar Wanderungen unternahmen.

 

El Chalten ist ebenfalls Ausgangspunkt für viele Radfahrer (darunter ein grosser Teil Schweizer), die von hier an den Lago del Desierto fahren und dann über den Pass nach Chile zu gelangen. Über den Pass führt nicht eine Strasse, sondern lediglich ein schmaler Weg, der an einigen Stellen sogar für die Radfahrer zu steil und zu schmal wurde, sodass die Räder über  längere Stecken geschoben werden müssen. Einige von ihnen haben wir dann später in Chile wieder getroffen.

 

Wir folgten weiter der Ruta 40 nach Norden und machten einen Besuch bei den „Cuevas de los Manos Pintados“. An den Felswänden und in Höhlen sind Abbildungen von Händen zu sehen, die vor 11'000 Jahren von Nomaden hier angebracht wurden. Die Bedeutung dieser Darstellungen, die mit einer Spray Paint Technik hergestellt wurden, ist unklar.

 

 

 

 

Das Fitz-Roy Massiv im ersten Sonnenlicht.

 

Diese Berge sind Teil des Parque National Los Glaciares. Beruehmt ist der Fitz Roy bei den Alpinisten, er wurde von den Franzosen Guido Magnone und Lionel Terray 1952 erstmals bezwungen und ist auch heute noch eine grosse Herausforderung.

 

Das Dorf El Chalten liegt auf dem Gebiet des Parks und dient heute vorallem als Ausgangspunkt fuer Wanderungen und Bergtouren.

 

Die Besiedelung dieser einsamen Gegend hat aber noch einen anderen Grund: Argentinien will hier, nur 20km weit von der Grenze zu Chile Praesenz beweisen um damit Uebergriff von Chile zu verhindern, wie sie noch vor 1980 vorkamen.

 

 

Beim Buero des Parkwardens gibt es ein kleines Museum, wo auch die Geschichte der Besteigungen im Fitz Roy Massiv dargestellt wird. Wie hier zu sehen ist, wurde der Berg schon ueber diverse Routen bestiegen.

El Chalten, Capital Nacional for Trekking. So nennt sich das Dorf und das mit Recht. Busladungen von Touristen kommen jeden Tag und die meisten von ihnen begeben sich auf einige der vielen moeglichen Wanderungen.

 

 

El Chalten, Capital Nacional for Trekking. Dorf und Nationalpark haben ein spezielles Verhaeltnis zueinander, das Land gehoert dem Park, das Dorf bezahlt aber nichts fuer die Nutzung. Wanderungen im Park sind gratis, der Unterhalt der Wanderwege macht der Park d.h., die Parkverwaltung hat keine Einnahmen, sie sind auf Beitraege vom suedlichen Teil des PN los Glaciales angewiesen, wo fuer den Besuch des Perito Moreno Gletschers kraeftig kassiert wird. Mit der Kleidermarke Timberland haben die Rangers hier zudem einen Sponsor fuer ihre Bekleidung gefunden. Eigentlich schade: Das Dorf mit seinen Restaurants, Hostels, Laeden, Mountenbike-Vermietung, usw. lebt sehr gut, leistet aber keinen Beitrag an die Attraktion der Region, den Park mit seinen Bergen und Gletschern und der ganzen Infrastruktur darin fuer die Touristen. 

 

 

Das Gebiet um dem Berg ist  durch Wanderwege sehr gut erschlossen. Die Wege sind gut gepflegt und fuehren durch schoene Waelder mit herrlichen Aussichten auf die Gletscher und Gipfel. Von einigen Stunden bis mehrere Tage ist alles moeglich, es hat auch einfache Campingplaetze im Park.

 

 

Wir nutzen das im Moment gute Wetter und starten die  Wanderung zur Laguna Torre.

 

 

Schon bald wechselt das Wetter aber und die Gipfel sind nicht mehr zu sehen.

 

 

Wir gehen trotzdem weiter, denn nach tagelangen Autofahrten schadet etwas Bewegung nicht.

 

An der Laguna Torre gibt es leider nicht viel zu sehen, der Wind peitscht uns den Regen ins Gesicht und wir verzichten auf das Picknick und starten den Weg zurueck.

 

 

Der Nationalpark heisst nicht von ungefaehr Los Glaciales, die Gletscher sind maechtig.

 

 

El Chalten hat zwar eine Tankstelle, doch ob es da auch Diesel hat, das ist immer ungewiss. Wir waren gewarnt und fuellten noch in El Calafate beide Tanks.

 

 

 

Wer es gerne gemuetlicher hat, der erreicht 5 min vom Parkplatz diesen Wasserfall.

 

 

Wir machen eine zweite Wanderung, das Wetter ist zwar nicht perfekt, aber was soll’s.

 

 

Koennte im Loetschental sein.

 

 

Der grosse Berg ist verhuellt, aber .......

 

 

....... es gibt auch sonst viele schoene Ausblicke.

 

 

Die Campingplaetze im Park dienen auch den Bergsteigern als Basislager fuer ihre Touren.

 

 

Der Magellan Specht mit seinem roten Kopf. Leider ist er zu schnell um ihn in aller Ruhe fotografieren zu koennen.

 

 

Die Capilla de los Escaladores.

 

 

Auf einer Tafel in der Kapelle wird an all die seit 1953 verstorbenen Alpinisten erinnert, es sind nicht wenige.

 

 

Auf der Ruta 40 nach Norden, groesstenteils auf rauher Schotterstrasse. Es ist weit bis zur naechsten Zapfsaeule, und die uebernaechste wird fuer uns nach dem Paso Roballo in Chile sein, also zur Sicherheit wieder auffuellen.

Sofern die wenigen vorhandenen Tankstellen immer Diesel haben ist alles kein Problem, doch trockene Saeulen sind in Argentinien keine Seltenheit.

 

 

Viele Reisende haben eigene Kleber dabei und hier durften sie die Zapfsaeulen verschoenern. Es war interessant zu sehen, wer da vor uns schon alles hier war.

 

 

Der kleine Ort Bajo Caracoles bietet neben der Tankstelle ersaunlich viel: Polizeistation, Ambulanz und Erste Hilfe Station, Restaurant und ein kleines Hotel.

Unterwegs: Halbwilde Pferde haben einen riesigen Weidegrund.

 

 

Die Schlucht am Rio Pinturas. Der Fluss fuehrt immer Wasser, daher war diese Schlucht ein beliebter Lagerplatz fur die Nomaden. Die schoen gruenen Weidenbuesche entlang des Wassers kamen erst viel spaeter, naemlich von einer Farm.

 

In der Schlucht nach rechts sind die Cuevas de las Manos Pintados, die Schlucht der gemalene Haende, heute ein Unesco Weltkulturerbe.

 

Die Gebaeude rechts im Bild gehoeren der Parkverwaltung, es hat ein kleines Museum, den Tiketverkauf und die Fuehrer. Jede Stunde ist eine Fuehrung, man kann nicht allein in die Schlucht.

 

 

Frei uebersetzt:

„Der Rio Pintados hat immer Wasser, er hat seinen Ursprung auf dem Plateau des Lago Buenos Aires und muendet in den Deseado River, welcher in den Atlantischen Ozean fliesst.

Ein geologischer Riss definiert die Position der Schlucht, dort wo die Hoehlen mit den gemalenen Haenden sind“

 

 

Die Nomaden haben Felszeichnungen zurueckgelassen, die auch heute, nach 9000 Jahren noch sehr frisch wirken. Heute sind die Felsen und Hoehlen geschuetzt, aber mit Fuehrungen zugaenglich.

 

 

Ueber 90% der Darstellungen sind Haende, und zwar meistens nur linke Haende. Sie verwendeten eine Spraytechnik und verschiedene Farben.

 

 

 

 

 

Eine Abnormalitaet: Eine linke Hand mit 6 Fingern.

 

 

Eine weitere Ausnahme: eine linke und eine rechte Hand zusammen.

 

 

 

Neben den Haenden hat es doch noch ein paar andere Motive. Moeglicherweise erzaehlen sie von der Jagd, von den Wanderungen der Nomaden oder der Tiere, so genau weiss man das nach 9000 Jahren nicht.

 

 

 

Diese Felszeichnungen sind einzigartig und wir sind erstaunt ueber die Maltechnik und die Stabilitaet der verwendeten Farben. Bei Ausgrabungen hat man Pinsel mit Tierhaaren und Blasrohre aus Knochen  gefungen, mit denen die Farben gesprueht wurden.

 

 

Entspannung mit einem Cola-Rum und Sudoku

 

 

Endlich bekamen wir ein Guerteltier vor die Linse. Sie sind selten und meistens schneller als wir es mit der Kamera sind.

 

 

Nach den Cueva de las Manos Pintados fanden wir einen ruhigen Stellplatz, und am anderen Morgen hatte ich wieder einmal Gelegenheit den „Blaumann“ anzuziehen: Ein platter Reifen! Ein Draht von einem Weidzaun hatte sich in die Seitenwand des Reifens gebohrt. Das Uebel war schnell behoben. Es war diese der 2. Reifendefekt in 10 Jahren und 235’000 km, das liegt noch drin.

 

 

Die Fahrt nach Westen an die Chilenische Grenze fuehrt durch sehr einsame aber  auch schoene Gegenden.

 

 

 Hin und wieder eine Oase mit einem Bauernbetrieb. Schafe und Kuehe finden hier ihre Weidegruende, karg aber riesig.

 

Eine politische Manisfestation an dieser einsamen Strecke, ob sie wohl von den richtigen Leuten gelesen wird?

 

 

 

 

 

 

Die diversen Farben an dieser Felswand deuten auf Mineralien hin, Geologe muesste man sein!

 

 

Eine Rinderfarm

 

 

Die Ankuendigung der Landesgrenze am Paso Roballos

 

 

Die Gebaeude dort unten sind die Grenzstation. Mehr als ein Dutzend Autos verkehren hier nicht pro Tag, und der Polizist, der unsere Paesse stempelte war froh wieder einmal jemanden zu sehen. Sein Buero war gemuetlich, alles in Holz und mit einem knisternden Holzfeuer im Ofen. Die Formalitaeten waren schnell erledigt und mit einem Buon Viajo entliess er uns.

 

 

 

 

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