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El Tren a las Nubes, der Zug zu den Wolken, auf der La Polvorilla Brücke auf 4200m

 

 

Argentinien, der Norden

 

 

 

 

 

Unterwegs nach Norden: Um dem nasskalten Winter der Region von Buenos Aires zu entgehen steuern wir erst einmal in den Norden Argentiniens. Erste Station ist Rosario.

Direkt am Ufer des Parana steht diese kolossale Anlage zu Ehren des Schöpfers der Argentinischen Fahne. Im Untergeschoss dieses „Griechischen Tempels“ ist das Museum mit allen Fahnen Americas, von Feuerland bis Alaska. 

 

 

 

 

 

Hier ruht der Schöpfer der Argentinischen Fahne, Manuel Belgrano. Ein Lift führt auf den 78m hohen Turm, von dem man eine sehr schöne Aussicht hat.

 

Wer hat eigentlich die Schweizerfahne entworfen? Gibt es irgendwo in der Schweiz ein Denkmal für ihn oder sie?

 

 

Die Skyline vom Turm.

 

 

Auch hier in Rosario: Ein Mahnmahl für die Gefallenen des Falklandkrieges.

 

 

Die Fahrt von Rosario nach Cordoba war erstmal langweilig, flach, ohne Abwechslung. Erst Südlich von Cordoba machten wir deshalb einen Bogen in die Sierra de Cordoba.  Berge, Hügel und Seen, das gefiel uns dann schon besser. Hier einer von mehreren Stauseen, die für die Stromproduktion und als Trinkwasserreservoir benutzt werden.

 

 

Überraschung in Villa General Belgrano, Ca. 70km südlich von Cordoba: 100% touristisch,  auch die Schweiz ist gut vertreten, mit Souvenirladen und Restaurant, …..

 

 

 

…… sowie mit einem gediegenen Hotel (Hallenbad, Sauna, Wellness). Der Besitzer ist Schweizer in 2. Generation. Er betreibt einen aktiven „Kulturaustausch“ mit Sigriswil, sei es mit Gästen, Angestellten oder Praktikanten aus dem Berner Oberland.

 

 

Auf dem Campingplatz La Florida in Villa Gen. Belgrano herrscht nicht Saison.

 

Die meisten Overlander haben die Reise während des Winters unterbrochen, ihre Fahrzeuge hier eingestellt und sind in den Europäischen Sommer geflüchtet.

 

 

Tradition auf dem Camping, am Sonntag macht der Chef ein Asado, ein Grill mit einem Querschnitt durch die Argentinische Fleischküche. Diverse Würste, Poulet, Steaks bis hin zum Rindsfilet, dem Lomo.

War super, aber vieeeel zu viel!

Es scheint zu schmecken!

 

 

Unser Weg nach Cordoba führt durch Alta Gracia, wo wir das Haus resp. das heutige Museum von Ernesto „Che“  Guevara besuchten. Che hat hier einige Jahre als Kind verbracht, seine Familie ist hierher gezogen, weil er in der Kindheit an Asthma litt.

 

 

Das Museum zeigt mit vielen Fotos und Text (auch in Englisch), sowie mit Gegenständen aus seinem Leben (sein Motorrad, Zigarren, usw.)  die Stationen seines bewegten Lebens:

-         Geboren in Rosario

-         Kindheit in Buenos Aires und dann in Alta Garcia

-         Medizinstudium und Arbeit als Arzt in BA

-         Reisen durch Süd- und Mittelamerika

-         In Mexiko trifft er Fidel Castro, der dort im Exil lebt.

-         Zusammen gehen sie illegal nach Kuba, wo sie die Revolution organisieren und 1959 den Diktator Batista stürzen

-         Er bleibt nur kurz in Kuba, sondern …….

 

 

   ……. unterstützt die Revolu-   tion im Kongo, dann in Ar-   gentinien und schlussend-   lich in Bolivien, wo er 1967    von einer Kugel tödlich ge-   troffen wird.

 

Als Aussenminister Kubas hatte er gute Kontakte zu den Grossen dieser Welt, natürlich vorwiegend zu den damaligen sozialistischen Führern.

           

 

Der kleine Ort Alta Gracia beherbergt auch eine Jesuiten Estancia. Die kleine Kathedrale wird im Moment renoviert, doch in den angrenzenden, bereits renovierten Gebäuden ist ein Museum untergebracht.

 

 

In Alta Gracia.

 

 

Wieder in der Natur, im Nationalpark Quebrada del Condorito:  Nach einer zweistündigen Wanderung sahen wir die Kondore, ….. 

 

 

…. sie genossen die Sonne mit ausgebreiteten Flügeln.

 

Der Neuweltgeier ist der grösste flugfähige Vogel der Erde.  Seine Masse: 14kg schwer, 1m gross, 3,25m Spannweite.  Der Aasfresser kommt in den Anden von Ecuador bis Feuerland vor.

 

 

Die Kathedrale von Cordoba

 

 

Fast unglaublich der Prunk in dieser Kirche, sogar das Dachgewölbe ist komplett dekoriert.

 

 

Die Jesuitenkirche Santa Catalina, ausserhalb von Cordoba.

 

 

Unterwegs im Valles Calchaquies

 

 

Die Ruinen von Quilmes.

 

Eine Indianerfestung, aus der Zeit um die Jahre 1000 AD und beherbergte ca. 5000 Personen. Sie überstanden Konflikte mit den Inkas, aber 1667 belagerten die Spanier die Siedlung und hungerten die Indianer aus. Sie räumten das Dorf und deportierten die letzen 2000 Einwohner nach Buenos Aires …….

 

 

In der Gegend um Cafayate wird auf einer Höhe von 1600m Wein produziert.

 

 

Es gibt Dutzende von Weingütern. Eine Spezialität in der Gegend ist der Torrontés, ein aromatischer, trockener Weisswein.

 

 

Wir haben die Weine dieser Gegend „getestet“ und fanden sie allesamt sehr gut

 

 

Südlich von Cafayate liegt die Quebrada da Cafayate (die Schlucht von Cafayate).

 

Wir campierten in der Schlucht und genossen die intensiven Farben dieser Sandsteinfelsen.

 

 

 

 

 

In der Schlucht von Cafayate.

 

 

 

 

Die Strasse von Cafayate nach Cachi führt durch teilweise bizarre Sandsteinformationen.

 

 

 

 

 

 

Das Tal öffnet sich etwas und macht Platz für kleine Dörfer.

Auffallend sind die vielen Kirchen.

 

 

 

Die Decken in den Kirchen sind aus dem einheimischen  Holz der Kakteen, den Cardones gemacht. Inzwischen ist die Verwendung dieses Holzes stark eingeschränkt, denn die Bestände dieser Kakteen schrumpfen.

 

 

Cardon:  Dieser bis zu 5m hohe baumartige Kaktus wächst noch in Höhenlagen zwischen 2,000 und 3,500m und zwar extrem langsam.  Nur etwa alle 50 Jahre blüht er.  Die Art ist gefährdete, da das löchrige Holz für den Bau von Dachstühlen und Möbeln genutzt wird.

 

 

Entlang dem Fluss sind die Felder für den Frühling vorbereitet. 

 

 

Das Dorf Cachi ehrt den Indianerführer Gran Alzamiento, der um 1560 hier die Kultur seines Stammes verteidigte.

 

 

Im Parque Nacional los Cardones.

 

 

Und in der Ferne die Schneeberge der Anden.

 

 

Die Passstrasse nach Salta hinunter

 

 

 

 

 

Es war kalt in der Nacht

 

 

 

Kathedrale von Salta

 

 

Ohne Bilder:

 

In Salta besuchten wir das Archäologische Museum der Alta Montana (Hochland). Ein Teil des Museums befasst sich mit den Bräuchen der Inkas, die regional mindestens einmal jährlich ein Kind opferten. Das Kind musste schön und intelligent sein, Alter ca. 6 bis 15 Jahre. Für die Familie war es eine grosse Ehre ein Kind zur Verfügung zu stellen. Nach einer Zeremonie in der Inka-Hauptstadt Cuzco wurde das Kind zusammen mit Priestern auf einen hohen Berg (um 6000m) in der Region gebracht, wo das Kind mit Alkohol betäubt war. Dort überliessen sie das Kind seinem Schicksal, wobei es vermutlich rasch an Unterkühlung starb. 1999 hat man auf mehreren Bergen Gräbern mit mumifizierten Kindern gefunden. Nach langem Abwägen hat man dann 3 diese Mumien ausgegraben und in das Archäologische Museum verbracht, wo sie zusammen mit der illustrierten Geschichte der damaligen Bräuche besichtigt werden können.

 

 

Von Salta aus ging es wieder in die Berge, nach San Antonio de los Cobres

 

 

Die Brücke La Polvorilla, auf 4200m.

Sie ist Teil der in den Jahren 1890 -1910 gebauten Trans-Andenbahn, 700km von Salta nach Chile. Die Bahn diente den zahlreichen Minen für Material- und Erztransporte. Später, als immer mehr Minen geschlossen wurden und viele Transporte mit LKW auf den Strassen erfolgten, wurde die Bahn zunehmend unrentabel und stellte den Betrieb 1980 ein.

Erst 2008 wurde wiederum ein regelmässiger Betrieb für Touristen eingerichtet, ……

 

 

……. 1 bis 2 mal pro Woche fährt der Tren a las Nubes, „Zug zu den Wolken“ von Salta bis zu dieser Brücke.

 

Da die Touristen direkt aus Salta anreisen und die Höhe von über 4000m  nicht gewohnt sind, gibt es im Zug Sauerstoff, für alle Fälle.

 

Technik wie am Eiffelturm in Paris

 

 

Ein imposantes Bauwerk.

 

 

 

Eine spektakuläre Fahrt durch eine wilde Landschaft

 

 

Nach der Brücke hält der Zug an und die Einheimischen haben Gelegenheit ihre Waren zu verkaufen.

 

 

Die Salinas Grande mit schöne Strukturen im Salz.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alles aus Salz gebaut, auch die Souvenirs und kleine „Kapelle“!

 

 

 

 

„Postkarte“ aus der Quebrada Humahuaca

 

 

 

Auf dem Markt in Purmamarca

 

 

 

 

 

Wir machen Station in Humahuaca. Es ist der 8. Juli und am 9. Juli feiert Argentinien:  An diesem 9. Juli 1816 hatten die Vereinigten Provinzen von Rio de la Plata (dem Vorläufer Argentiniens) die Unabhängigkeit von Spanien erklärt. Die zu erwartenden Festivitäten wollen wir uns ansehen.

 

 

Schon am frühen Morgen wird dekoriert, hier vor dem monströsen Unabhängigkeits-Denkmal, wo die Feier stattfinden soll.

 

 

Bald finden sich Zuschauer und Ehrengäste ein. 

 

 

Es ist so weit, …….

 

 

……. mit Musik, Reden von Militärs und Gemeindevertretern, sowie mit der Niederlegung von mehreren Kränzen.

 

 

Die umliegenden Finkas (der Bauernbetriebe) sind mit Delegationen mit dabei, hoch zu Ross und mit traditioneller Kleidung.

 

 

Nach dem offiziellen Festakt gibt es einen Umzug: Dabei nimmt die ganze Region aktiv teil, von den Kindergärten, den Schulen, Vereinen, Militär und Polizei. Auch das Spital inkl. Ambulanzfahrzeugen und Feuerwehr sind mit dabei. Am Schluss der langen Schau dann die Teilnehmer der Finkas , alle natürlich auf ihren Pferden.

 

 

 

Der Umzug

 

 

 

 

Schöne Eisblumen in unserer Windschutzscheibe!

Bevor wir Argentinien fürs erste verlassen, machen wir noch einen Abstecher zur Laguna de los Pozuelas, wo es je nach Saison sehr viele Flamingos hat. Wir waren spät dran und es war bereits dunkel, als wir in der Nähe der Laguna parkierten und uns in die Schlafsäcke verkrochen. Die Nacht war mit minus 13 Grad sehr kalt und wir glaubten eigentlich nicht, dass es bei solchen Temperaturen überhaupt Flamingos zu sehen gibt, doch unsere Annahme war falsch, ……..

 

 

…….. mit dem Feldstecher konnten wir grosse Gruppen von Flamingos beobachten.

 

Unser Zoom ist zu schwach für eine Nahaufnahme, doch die weissen Flecken auf dem Wasser sind Flamingos. Das Wasser der Lagune ist nicht zugefroren, der Salzgehalt ist gross genug um das zu verhindern.

 

 

Kleine Herden von Guanakos suchen sich hier ihr Futter.

 

 

Sehr typisch:  Überall hat es kleine Siedlungen, wo sich Bauern im Sommer niederlassen. Jetzt im Winter sind nur wenige dieser Häuser bewohnt. Eines haben alle gemeinsam: Es gibt immer eine Kirche (in weiss, währenddem die meisten der übrigen Häuser Lehmbauten sind.) und einen Friedhof.

 

 

Wir bewegen uns immer um die 4000m, da braucht es den Dampfkochtopf um die Kartoffeln in nützlicher Zeit weich zu bekommen.

 

 

Dies Reklametafel zeigt die Grösse Argentiniens: Bis zur nördlichen Grenze, wo wir nach Bolivien hinüber wechseln werden sind es nur noch 4km, doch bis zur Südspitze des Landes sind es 5100km.

 

 

 

 

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