ńńń  Home

 

 

 

Iguassu Wasserfaelle

 

 

Brasilien 2 : Fuer Brasilien haetten wir gerne noch einige Monate Zeit gehabt, doch das Schiff fuer unsere Heimreise von Montevideo (Uruguay) aus war gebucht und das gab uns gerade noch 1 Monat fuer dieses riesige Land. Wir beschraenkten uns daher auf 2 Highlights von Brasilien, das Pantanal und die Iguazu Faelle. Obschon diese 2 Orte sowieso auf dem direkten Weg nach Uruguay lagen gab es 5000km in diesem Monat. Die Strassen sind durchwegs asphaltiert, aber oft in schlechtem Zustand mit vielen Loechern. Alles scheint in Brasilien etwas groesser zu sein als wir es uns gewohnt sind, die Lastwagen (um die 40 to), die Mais- und Sojafelder, die Traktoren und Maehdrescher und natuerlich die Rinderherden. Im Pantanal gab es (natuerlich neben Tausenden von Rindern) viele Voegel und Tiere zu sehen. Die Iguazufaelle waren ueberwaeltigend und das Itaipu Wasserkraftwerk gleich daneben hoechst interessant.

 

 

 

 

Wir sind unterwegs von der Grenze Peru/Brasilien nach Porto Velho und dann nach Sueden, das naechste Ziel ist das Feuchtgebiet Pantanal.

 

Wasserbueffel draengen sich in diesem kleinen Pool

 

Meistens geht es geradeaus, trotzdem muss man sehr aufpassen, dass man neben den Loechern in der Strasse vorbeikommt.

 

Rinder, so weit das Auge reicht

 

Und weil er so schoen ist hier wieder einmal ein Sonnenuntergang

 

Ueber den Rio Madeira gibt es noch keine Bruecke

 

Am Stausee der Usina de Samuel suedlich von Porto Velho fanden wir einen schoenen und ruhigen Stellplatz. Das Kraftwerk Usina de Samuel ist noch im Bau, doch der Staudamm ist fertig und der Wasserstand des Sees steigt stetig weiter an. Noch vor einem Jahr waren hier Weiden, wo heute Fischer mit ihren Booten hinausfahren.

 

Wir haetten uns die Baustelle des Kraftwerks gerne angesehen, aber dazu muessten wir uns in Porto Velho eine Bewilligung holen, das liessen wir dann aber bleiben.

 

Schwertransport fuer das Kraftwerk Usina de Samuel. Ob da ein Rotor unter der Plane liegt?

 

Es ist bereits spaet als wir suedlich von Cuiaba, bei Pocone das Pantanal erreichten.

 

Das Pantanal ist ein riesiges Feuchtgebiet, ein Paradies fuer Voegel und Tiere. Aber auch grosse Rinderherden trifft man immer wieder an. Waehrend 3 bis 5 Monaten ist der Grossteil des Pantanal ueberschwemmt.

 

Nachts fuhren wir noch bis zum naechsten Camping und stellten dann am Morgen erfreut fest, dass wir .......

..... direkt vor uns eine ueberflutete Wiese hatten, wo sich alle Arten von Voegeln und einige Cayman tummelten.

 

 

 

 

 

 

 

Unser Camping war auf einer Farm, hier treiben 3 Cowboys eine Herde Rinder auf eine andere Weide

 

Das Schwimmbad war hoechst willkommen

 

Auf dem Weg nach Porto Jofre, mitten im Pantanal

 

Das noerdliche Pantanal hat bereits viel Wasser bekommen, hier duerfte bereits der Hoechststand der Saison erreicht sein, waehrenddem im suedlichen Pantanal (400km weiter im Sueden) noch zuwenig Wasser vorhanden ist.

 

Kormorane

 

Achtung Wasserschweine (Capybara) kreuzen die Strasse

Capybara leben hauptsaechlich im und am Wasser, gehen aber auch gerne in angrenzende Gebiete, vorallem wenn es dort gutes Gras hat.  Sie sind meistens in Gruppen unterwegs.

 

Ein junger Caiman beobachtet uns

 

Das koennte seine Mutter sein

 

 

 

Bei einigen Bruecken brauchte es schon ein gewisse Ueberwindung um darueber zu fahren.

 

Unsere Fahrt nach Porto Jofre haben wir noch vor dem Ziel abgebrochen, es gab kaum noch Tiere zu beobachten und die Bruecken wurden zusehends schlechter. Wir drehten um und fuhren ueber Cuiaba wieder auf die Hauptstrasse gegen Sueden. Bei Rio Verde gingen wir wieder ins Pantanal hinein, in der Hoffnung auf viele Tiere

 

Die Naturstrasse war gut, neben vielen Laubbaeumen gabs immer wieder grosse Palmen

 

Doch wie ueberall im Pantanal gabs auch hier vorallem grosse Weiden mit Rindern und Wasserbueffeln. Die einzige Abwechslung war, dass die Rinder hier schwarz und braun waren.

 

Ein Cayman in einer Weide, ob er sich verlaufen hat?

 

 

 

Meistens sieht man die Farmen von der Strasse her kaum, sonern nur ein Tor und die Strasse, die zur Farm fuehrt. Das hier ist eine der besonders schoenen Eingaenge, mit dem Schild und den Rosenbueschen.

 

Das sind Pecaris , sie werden oft mit Wildschweinen verwechselt, sind aber anders. Sie leben in Gruppen, normalerweise eher scheu, ausser wenn sie Junge dabei haben, dann sind sie angriffig.

 

 

Auf derselben Strecke sahen wir gleich neben der Strasse einen Tapir, er war scheu und noch bevor wir eine Kamera bereit hatten, war er im Wald verschwunden.

 

 

 

Entlang der Ostseite des Pantanal gibt es wieder Berge, meistens in der Form von Tafelbergen.

 

Schon wieder Rinder .................

 

Caymans an einer Lagune. Wie bereits erwaehnt, hat es hier im suedlichen Pantanal im Moment noch sehr wenig Wasser, daher sammeln sich diese Tier bei den wenigen Wasserstellen, die es noch gibt.

Auf die Stromleitung sitzt ein Eisvogel

 

Sieht bedrohlich aus

 

Aras sind immer in Paaren unterwegs. Sie gehoeren zu den  farbigsten Voegel Suedamerikas. Zum ersten Mal in der Wildnis sahen wir hier blaue Aras.

 

Die kleinen gruenen Papageien machen gemessen an ihrer Koerpergroesse einen Hoellenlaerm.

 

Wir lassen uns auf dem Campingplatz der Santa Rosa Lodge nieder und wollen von hier auf Tierbeobachtung gehen.

 

Wir nehmen an einer Fuehrung teil. Viel gibt es allerdings nicht zu sehen, .........

 

Spidermonkey

 

Doch hier stockte uns der Atem:

Unzaehlige Caymans sind an diesem Wasser versammelt weil die meisten Baeche und Seen  ausgetrocknet sind. Sie haben kaum mehr etwas zu fressen (Fische) und viele von ihnen werden verhungern bevor der grosse Regen kommt und die Fluesse wieder Wasser bringen. Scheinbar sind in dieser Situation Jungtiere gefaehrdet, sie werden von den Erwachsenen aufgefressen.

 

Entgegen unserer Meinung sind diese Tiere nicht gefaehrlich. Unser Fuehrer demonstrierte uns, dass man mitten durch diese Tier hindurchlaufen kann: Die Cayman gehen zur Seite, machen ein Gasse. Auch als er ein Tier am Schwanz hochzieht, wehrt es sich nicht, sondern faucht nur und versucht  wegzulaufen.

 

Laura wollte das Experiment ebenfalls machen griff mutig einen kleineren Cayman am Schwanz, doch als er sich umdrehte und fauchte, liess es ihn schnell wieder los. Leider zu schnell fuer meine Kamera

 

Eigentlich wollten wir auf dieser Strasse weiter nach Corumba, doch wir drehten schnell wieder um, zurueck auf die Hauptstrasse: Es hatte die ganze Nacht geregnet und der Lehm auf der Fahrbahn hatte sich aufgeloest, es war sehr rutschig und wir hatten keine Lust im Strassengraben zu landen.

 

Auf der Asphaltstrasse erreichten wir dann Corumba problemlos.

 

 

Automechaniker in Corumba, einer Grenzstadt zu Paraguay

 

Obschon es Samstagnachmittag war konnten wir hier noch die Bremsbelaege wechseln lassen, das war ein super Service!

 

Das hatte eine kleine Vorgeschichte: Schon seit 2 Monaten suchten wir einen Ersatz fuer die vorderen Bremsbelaege, aber genau das Model war nirgends aufzutreiben. Ulle Leandro, ein Beamter auf dem kleinen Flughafen von Corumba hat uns dabei geholfen. Er klapperte mit uns alle Ersatzteillaeden der Stadt ab, bis wir die richtigen Belaege hatten, dann fand er fuer uns auch noch eine Werkstatt, die am spaeten Samstagnachmittag noch offen war und gewillt war diese Arbeit noch zu machen.

Merci Leandro!!!

 

Hoffnungsvolle Fischer am Rio Paraguay

 

Faehre ueber den Rio Paraguay

 

 

 

Zu unserem Erstaunen schwimmen hier Cayman und Capybara (Wasserschweine) friedlich nebeneinander

 

Riesenotter beim Fischen, leider etwas weit entfernt

 

Ein Guerteltier. Wir hatten schon einige gesehen, doch sie waren immer schneller als wir mit der Kamera, endlich klappte es.

 

Sie sind sehr scheu und verkriechen sich bei Gefahr sofort im Unterholz.

 

Toucans, leider hier bereits in der Abenddaemmerung. Ihre riesigen Schnaebel sind immer sehr farbig

 

Und natuerlich wieder einmal Rinder

 

 

Pecaris. Wenn sie Junge haben muss man vorsichtig sein, sie greifen schnell an und sie haben messerscharfe Zaehne und kraeftige Kiefer.

 

Monokulturen, und nirgends hat es Unkraut. Das hat seinen Grund: Hier haben wir gentechnisch veraenderten Mais. Der Mais ist resistent gegen das Unkrautvernichtungsmittel „Roundup“ von der US Firma Monsanto, welches aber alles andere sehr wirksam vernichtet.

 

 

Sammelstellen fuer Mais und Soja

 

Ein fast zahmer Nasenbaer, der bei den Iguassu Wasserfdaellen sehr gut von den Touristen lebt.

 

Die Iguazu Wasserfaelle. Wir haben Glueck, die Fluesse fuehren Hochwasser und die Wasserfaelle sind wuchtig.

 

 

 

Wir sind nicht die einzigen, die das Naturschauspiel auf der brasilianischen Seite der Faelle bewundern.

 

 

 

 

 

In Iguazu besuchen wir den Vogelpark

 

Aras

 

Farbenfrohe Toucane

 

 

 

Aras

 

Wir machen auch einen Ausflug auf die argentinische Seite der Iguazu Faelle. Natuerlich ist es sehr touristisch, aber es lohnt sich auf jeden Fall.

 

Riesige Wassermassen stuerzen sich hier in die Tiefe

 

 

 

 

 

Zum Abschluss machen wir noch eine kleine Bootsfahrt zu den Faellen, eine nasse Angelegenheit.

 

Was nicht nass werden darf kommt in einen wasserdichten Sack, dann gehts los. Die Boote fahren sehr nahe an die Faelle und innert Sekunden sind wir klatschnass. Aber die Stimmung an Bord ist sehr gut!

 

 

 

 

Das Itaipu Kraftwerk ist das weltweit groesste Flusskraftwerk. Brasilien und Paraguay haben es gemeinsam gebaut und der produzierte Strom aus den 20 Turbinen wird zwischen den beiden Laendern zu gleichen Teilen aufgeteilt. Damit kann Paraguay 80% und Brasilien 25% seines Strombedarfs decken.

 

 

Einige bilder vom Bau des Kraftwerkes:

 

Der Bau der Mauer, 110m hoch

 

Das Statorgehaeuse bietet genuegend Platz fuer ein Sinfonieorchster

Das Turbinenrad wird eingebaut

 

Der Rotor wird eingesetzt

 

Wir nahmen an einer Fuehrung teil, das war sehr eindruecklich, die Dimensionen sind riesig.

 

 

 

Spaziergang auf der Mauer

 

Blick in den Kontrollraum und in den Maschinensaal

 

Die Turbinenwelle

 

 

 

In Iguazu stehen wir auf dem Camping des Hostal Paudimar. Das Hostal ist gleichzeitig auch eine Jugendherberge und hat eine schoene Gartenanlage sowie ein Schwimmbad mit Restaurant.

Anfangs waren wir zu dritt auf dem Camping, doch dann fuhren 15 Camper aus Uruguay auf den Platz. Sie sind von einem Campingclub und machen hier ein paar Tage Pause, bevor sie sich in Brasilien mit 2 weiteren Campingclubs aus Brasilien und Argentinien zu einem grossen Fest ueber Ostern treffen.

Das Fruehstuecksbuffet war eine angenehme Abwechslung fuer uns.

 

Es wird langsam eng!

 

Der Camping ist Treffpunkt der Overlander, hier mit 3 Paaren aus Deutschland, rechts Roland und Angelika, mit denen wir einen sehr interessanten Abend bei einer Flasche Wein verbracht haben.

 

Sie sind auch in der Jugi in Iguazu: Eine Maedchen Fussballmannschaft aus Backnang / Stuttgart.

 

Name des Teams: “Kick-it-like-Marta“   Marta ist eine Brasilianische Fussballerin und das grosse Vorbild der Maedchen.

 

11 Maedchen mit einer Trainerin, einer Lehrerin und einer Sozialarbeiterin.

 

Im Rahmen eines Schulprojektes reisen sie 3 Wochen durch Brasilien, spielen mit verschiedenen einheimischen Teams Fussball, machen natuerlich diverse Besichtigungen (z. Bsp. Iguazu und Pantanal), schreiben Reiseberichte, usw.

Mehr Infos gibt es unter

www kick-it-like-marta.de

 

Die mobile Waeschetrocknung: Die Waesche war noch nicht trocken als wir losfuhren, also spannten wir halt eine Waescheleine im Auto

 

Immer wieder begegnen wir Transporten mit Traktoren und Maehdreschern. Das Geschaeft muss sehr gut laufen.

 

Suedlich des Pantanal, auf dem Weg nach Uruguay.

 

Endlose Felder, aber nirgends sieht man Bauernhoefe und selten einmal eine Siedlung.

 

Sojabohnen (Genmanipuliert), riesige Felder ohne jegliches Unkraut

 

Wir haben einen Zweig Sojabohnen mit nach Hause genommen, wir werden im Fruehling sehen, ob etwas waechst.

Erntezeit!

 

Dank dem idealen Klima koennen pro Jahr 2-3 Ernten eingebracht werden.

 

Entlang der Hauptstrassen hat es immer wieder Polizeiposten mit solchen “Autoausstellungen“. Es sind Unfallautos sowie auch Autos von Schmugglern, die konfisziert wurden.

 

Hoffentlich nuetzt es als Abschreckung.

 

Unserer letzte Station in Brasilien: Hier in Rosario do Sul hat der Fluss eine riesige Sandbank hingelegt. Am Sonntagmorgen lassen Kinder und Erwachsene ihre Drachen steigen.

 

Der Parkplatz fuellt sich und die Sonntagsausfluegler kommen massenweise mit ihren Campingsteuhlen und machen ein Picknick

 

Fuer uns nicht nachvollziehbar: Die Leute sitzen an der Strasse und nicht gegen den Fluss hin, waehrend unablaessig Autos ihre Runden drehen und mit riesigen Lautspechern die Gegend mit heisser Musik beschallen. Aber den Brasilianern gefaellt es!

 

 


ń        Zum Seitenanfang

ńńń  Home