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Mitten im Atlantik

 

 

Von Montevideo nach Hamburg : Mit der Schiffsreise nach Hamburg wollten wir einen wuerdigen Schlusspunkt unter unsere Reise setzen und wir wurden nicht enttaeuscht. Die Schiffahrt war fantastisch! Die Grande Costa d Avorio ist ein neues Schiff der Grimaldi Lines und kann Container und Autos laden. Dazu kommen maximal 12 Passagiere, die mit dem eigenen Auto unterwegs sind. Kapitaen und Offiziere sind aus Italien, die technische Mannschaft ist von den Philippinen. Wir hatten von anderen Reisenden schon viel gehoert ueber diese Schiffahrt, von fantastisch bis nicht empfehlenswert, daher waren wir natuerlich gespannt wie wir es erleben wuerden.

Obschon die Costa d Avorio kein Kreuzfahtschiff ist wurde es uns in den 27 Tagen auf dem Schiff nie langweilig. Wir beobachteten das Treiben in den Haefen beim Ent- und Beladen von Containern und Autos und die Fahrt in die Haefen. Mehrere Male sahen wir Delphine und die Wasserfontaenen der Wale. Neu fuer uns waren die fliegenden Fische, die bis zu 5 m weit ueber das Wasser schossen. Lange Strecken in der Mitte des Atlantiks gab es nichts als Sonne, blauer Himmel und ebensolches Wasser zu sehen, das war dann die Zeit um unsere Liegestuehle auf Deck 12 zu tragen und es uns wohl sein zu lassen.

Der Tagesablauf war gepraegt von den Essenszeiten. Fruehstueck um 07.30, Mittagessen um12.00 und Nachtessen um 18.00. Der Kuechenchef ist aus Italien und dementsprechend gab es italienische Menues. Teigwaren mit diversen Saucen, immer al Dente nach italienischer Art, Fleisch, Fisch und Poulet, etwas wenig Gemuese, genuegend Wein.

Wer es gerne sportlich hatte, fuer den gab es einen Tischtennistisch, ein Fahrrad, ein Rudergeraet und eine Fussballkasten, dazu stand natuerlich das ganze Deck 12 fuer Spaziergaenge zur Verfuegung.

Nach dem Nachtessen sassen wir oft alle zusammen im Aufenthaltsraum, erzaehlten von unseren Reiseerlebnisse, planten neue Reisen oder schauten uns Videofilme an. Wir waren 9 Reisende, Schweizer und Deutsche, bunt zusammengewuerfelt bezueglich der Art unserer Reisen und der Persoenlichkeiten. Doch wir kamen gut miteinander aus und es war interessant zu erfahren wie andere Suedamerika erlebt hatten.

Die Kabinen waren sehr schoen und immer perfekt sauber.

Wettermaessig hatten wir Glueck, kein grosser Sturm und damit auch keine grossen Wellen, es war eine ruhig Fahrt. Kaum waren wir ueber dem Aquator (was wir natuerlich feierten), wurde es kuehl, mehr Wolken als Sonne.

Eindruecklich war dann auch noch die Fahrt durch die Elbe bis zum Hamburger Hafen, wo sich gerade viele grosse Segelschiffe zum Hafengeburtstag getroffen haben.

Alles in Allem war die Schiffahrt auf der Costa d Avorio ein einmaliges Erlebnis, das wir nie vergessen werden.

 

 

 

 

 

Bei der Hafeneinfahrt in Montevideo trifft man sich, wir lernen unsere Mitreisenden kennen

 

 

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Von links: Silvia, Per, Hans (stehend), Ulla, Toni, Evi, Laura, Heiri, Kari

 

Unser Schiff, die Costa d Avorio von der Grimaldi Lines ist riesig, 210m lang, 35m breit und die Bruecke ist 30m ueber dem Wasser

 

Nachdem alles mit Destination Montevideo entladen ist koennen wir reinfahren

 

Unsere Fahrzeuge sind parkiert und festgezurrt

 

Im gleichen Deck reisen noch ca 40 Lastwagen mit uns bis Dakar, die Camper hinten in der Ecke sowie die Landrover auf der Rampe kommen mit bis Hamburg

 

Wir sind auf Deck 11 und kommen zu unserer Kabine

 

Fuer die Passagiere hat es nur Innenkabinen, doch diese sind einwandfrei

 

Auch ein Arbeitsplatz fehlt nicht, also keine Entschuldigung mehr fuer die fehlenden Reiseberichte

 

Von Deck 12 aus haben wir eine gute Sicht auf den Hafen von Montevideo

 

Bis morgens um 2 Uhr wird Fracht geladen, um 6 Uhr soll es los gehen

 

Schon vor 6 Uhr sind wir auf Deck, wir wollen die Ausfahrt nicht verpassen

 

Die Laderampe wir eingezogen

 

Langsam bewegt sich das Schiff zum Hafen hinaus

 

 

Als Wellenbrecher sind diese alten Schiffe hier verankert, einige sinken langsam ab.

 

Wir sind auf See!!

 

Ein erster Rundgang auf dem Schiff.

 

Unser Ausgehdeck Nr. 12. Wenn das Schiff von Europa nach Suedamerika faehrt ist dieses Deck mit Autos vollgeladen, jetzt, auf der Rueckreise ist es leer.

 

 

 

Das Steuerpult auf der Bruecke. Nur zu gerne wuerden wir mit den Joysticks spielen, aber diese sind exklusiv fuer den Kapitaen reserviert.

 

Die Grande Costa d Avorio wurde 2011 in Kroatien gebaut

 

 

 

Unsere Lieblingsbeschaeftigung: Die Sonne geniessen, lesen, schlafen .....

 

 

Die Passagiere, von links:

Hans, Kari Evi, Ulla, Silvia, Per, Laura und Heiri

 

Silvia hat Geburtstag, das wird mit einem entsprechenden Kuchen gefeiert.

 

 

 

In der Kantine

 

Am 2. Tag auf See gab es die erste Rettungsuebung. Nach einer Instruktion werden die Schwimmwesten angezogen und mit Helm und Rettungsanzug geht es hinaus ins Rettungsboot.

 

 

 

Der Rettungsanzug ist etwas gross, aber er nuetzt sicher

 

Pro Woche gab es 1 bis 2 Rettungsuebungen

 

Begegnung auf See, ein Schwesterschiff der Grande Costa d Avorio kommt aus dem Hafen von Santos als wir dort einfuhren.

 

Wir kommen in den Hafen von Santos

 

Einige schoene alte Gebaeude sind noch erhalten, aber sie verschwinden hinter den neuen Anlagen

 

Die Grande Costa d Avorio koennte selbstaendig manoeverieren, aber in den meisten Haefen ist der Einsatz der Schlepper fuer das An- und Ablegen zwingend.

 

Im Hafen von Santos warten Hunderte von Autos auf das Schiff

 

Containerkrane warten auf Arbeit

 

Waehrenddem unser Schiff Ent- und wieder Beladen wird haben wir Landurlaub, hier sind wir beim Seemannsheim in Santos.

 

Alle Mann auf Deck!!

 

Das war unsere Hauptbeschaeftigung bei An- und Ablegemanoever in den Haefen.

 

Der naechste Hafen ist Vitoria

 

Der alte Stadtteil von Vitoria

 

Das Geschaeftszentrum

 

Diese Kleinlastwagen wurden von unserem Schiff ausgeladen und werden nun mit den Autotransportern weitergrbracht.

 

Ein Helikopter wird eingeladen

 

Mitten im Atlantik, zwischen Suedamerika und Afrika, nichts als Wasser um uns herum, keine anderen Schiffe in Sicht.

 

 

Schon wieder ein schoener Sonnenuntergfang

 

Es ist soweit, am 24. April kommen wir zum Aequator

 

Wir sind am Aequator

 

Es ist kurz vor Mitternacht als wir den Aequator ueberqueren, Grund fuer ein Glas Wein unter dem Sternenhimmel auf Deck.

 

Am Tag nach der Aequatorueberquerung wird grilliert. Leider sitzen wir nicht oben auf Deck, sondern im Durchgang, das Wetter war unsicher.

 

Der Kapitaen im Gespraech mit Hans und Evi

 

 

 

Von rechts: Der 1. Offizier, der Stewart, der Koch, der Kapitaen und ein Kadet

 

Diese Truppe von den Philippinen ist fuer den technischen Teil des Schiffes zustaendig. Die meisten sprechen recht gut Englisch und sie lachen immer.

 

Besuch im Maschinenraum:

Es sieht aus wie in einer Schaltzentrale, Computer, Anzeigegeraete, Schalter und Knoepfe und ueberall Bildschirme. Hier ist das Reich der Philippinos, die uns stolz durch den Maschinenraum fuehrten und alles erklaerten. Leider konnten wir im Maschinenraum nicht fotografieren, was haben wir gesehen:

  Der Hauptmotor, ein 8 Zylinder MAN

  4 Stromgeneratoren

  1 komplette, 3-stufige Wasserreinigungsanlage

  Kompressoren fuer Kuehlanlagen und fuer den Luftdruckstarter des Hauptmotors

  1 Kehrrichtverbrennungs-anlage

 

Hier wird der Hauptmotor ueberwacht, fuer jeden einzelnen Zylinder gibt es eine Menge Daten.

 

Fuer uns ueberraschend: Es gibt nur einen Antriebsmotor! Und was macht ihr, wenn der Motor ausfaellt, fragten wir den Chief Engineer. Dann reparieren wir ihn, wir haben alles mit dabei!

 

Die Maschinen und der ganze Raum sahen aus wie frisch poliert.

 

Wieder an Deck: Es gibt nichts zu tun, die Sonne scheint und der Wind ist nicht stark, also: Haengematte!

 

Ein trauriges Kapitel: Unser naechster Hafen ist Dakar, in Senegal. Schon 2 Tage vor der Ankunft laufen die Vorbereitungen, d.h., alle Aussenoeffnungen werden mit Stacheldraht zugemacht, und ....................

 

......... alle Tueren sind abgeschlossen und mit einem Papierstreifen versiegelt. Hier ist sogar das Rettungsboot abgeschlossen.

 

Es gibt immer wieder Versuche von Afrikanern an Bord zu kommen und entweder zu versuchen auf diesem Weg nach Europa zu gelangen, oder einfach um sich auf dem Schiff nach Brauchbarem umzusehen.

 

Kurz vor Dakar bringt das Boot den Lotsen an Bord

 

Kapitaen und 1. Offizier bei der Hafeneinfahrt.

 

Fuer uns sind das immer spannende Momente, wir sind fast dauernd auf Deck und schauen dem Treiben zu.

 

Landgang in Dakar:

 

Eine Kirche

 

 

 

Wache vor dem Regierungspalast

 

Eingang zum Markt. Es ist Sonntag, die Tore sind geschlossen.

 

Im Hafen von Dakar

 

Toni hat Geburtstag, schon wieder steht ein Kuchen auf dem Tisch.

 

 

 

Italienische Kueche und immer mit Wein

 

Entlang der afrikanischen Kueste vor Marokko.

 

Der Wind blaest uns um die Ohren, aber der Sonnenuntergang ist gleichwahl schoen.

 

Spaziergang auf Deck. Je naeher wir Europa kommen, desto weniger haben wir Bikiniwetter.

 

Nach einer stuermischen Nacht sahen wir am naechsten Morgen 2 Tauben auf dem Deck. Es scheint, dass sie vom Wind vom Land abgetrieben wurden und auf dem Schiff Pause machten um wieder zu Kraeften zu kommen.

 

Wir fahren eng an Fuerteventura vorbei.

 

Im Aufenthaltungsraum: Hans hat einen kleinen Beamer mit dabei und bereitet gerade den naechsten Filmabend vor.

 

Beim Rettungsboot

 

Es war 4 Uhr morgens als wir erwachten und beschlossen an Deck zu gehen und den Sternenhimmel zu bewundern. Auf dem Weg nach draussen beobachteten wir den Koch, der gerade unsere Broetchen fuer das Fruehstueck vorbereitete.

 

Schade: Wir freuten uns auf die Fahrt durch den Kanal zwischen England und Frankreich, doch die ganze Strecke fuhren wir im dichten Nebel. Zum Glueck gibt es Radar auf allen Schiffen und zusaetzlich machte sich unser Schiff in regelmaessigen Abstaenden mit dem Nebelhorn bemerkbar.

 

Wir sind bereits in der Elbe, auf dem Weg zum Hamburger Hafen als uns dieser Frachter kreutzte. Er duerfte ca 3000 Container geladen haben.

 

Auch diese Segelschiffe sind unterwegs zum Hamburger Hafen. Am kommenden Wochenende wird ein Hafenjubilaeum gefeiert und dazu werden Hunderte, zum Teil auch sehr grosse Segelschiffe aus der ganzen Welt erwartet.

 

Der Hamburger Hafen ist riesig.

 

Die Uhr zeigt 14.40 Uhr, es ist der 7. Mai 2013, einen Tag frueher als geplant kommen wir in Hamburg an.

 

Auf dem Weg in den Hamburger Hafen kommen wir an den Airbus Montagehallen vorbei

 

Das waere die
Luxusversion einer Schiffsreise, doch uns hat es auf dem Grimaldi Frachtschiff sehr gut gefallen

 

Vollgepackt von der Kabine zum Auto

 

Wir sind wieder an Land!

 

Damit geht nicht nur eine fantastische Schiffsreise zu Ende, sondern auch unsere grosse Reise durch Afrika und Suedamerika kommt dem Ende entgegen.

 

Die Phillipinos von unserem Schiff gehen in den Ausgang nach Hamburg.

 

Wir steuerten einen Stellplatz in Hamburg an, doch der war voll besetzt, also verbrachten wir die erste Nacht in Europa auf einem Parkfeld an der Strasse.

 

 


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