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Uruguay

 

 

Uruguay 1 : Je naeher wir nach Montevideo kamen, desto mehr kamen wir unter Zeitdruck. Eigentlich hofften wir, dass das Schiff ein paar Tage Verspaetung haette, aber es kam anders, das Schiff kam 2 Tag zu frueh. Trotzdem machten wir wie geplant einen Abstecher nach Buenos Aires, wir wollten die Stadt, die uns vor 2 Jahren so gut gefallen hat, nochmals sehen. In Nueva Helvetia trafen wir unsere Freunde Doris und Hans, die von der Schweiz kommend ihre naechste Reiseetappe in Suedamerika in Angriff nahmen. Leider haben wir von Montevideo nichts gesehen, zu frueh mussten wir bereits zum Hafen.

 

 

 

Unterwegs von Rivera ueber Tacuarembo nach Paysandu. Anstelle von Mais- und Sojafeldern treffen wir hier riesige Waelder an, die Holzindustrie blueht.

 

 

Eintoenige Strecken sind viel interessanter, wenn man eine Schachtel Schokolade dabei hat. Hier die klassische brasilianische Garoto Selection

 

 

Herbstfarben im April

 

Glencoe ist ein Tal in Schottland und ein kleines Schiegebiet. In Suedamerika trifft man immer wieder auf Ortsbezeichnungen aus Europa. Dadurch sieht man, woher die Einwanderer gekommen sind.

 

Bierfest in Paysandu, doch anstelle von Bier wird hauptsaechlich Mate (Tee) getrunken, und das wichtigste am Fest scheinen die Verkaufsstaende zu sein.

 

1863 wurde die Liebig Extract of Meat Company in Fray Bentos gegruendet. Nach einem Patent des Deutschen Justus von Liebig wurde Fleischextrakt produziert.

 

Spaeter begann man auch Corned Beef herzustellen und mit dem Bau eines riesigen Kuehlhauses konnte auch Fleisch nach Europa exportiert werden.

 

In den Bluetezeiten um 1920 sollen ueber 500 Rinder und mehr als 1000 Schafe pro Tag verarbeitet worden sein (die Angaben dazu sind ziemlich wiederspruechlich) . Neben dem Fleisch wurde auch alles andere verarbeitet, nichts ging verloren.

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Weitere Produkte wie Steak and Kidney (Nieren) Pie folgten und waren vor allem waehrend des 1. (in Deutschland) und 2. Weltkrieges (in Grossbritannien und bei den Alliierten) sehr beliebt.

 

 

In den 1920 wurde das Unternehmen von Grossbritannien uebernommmen und unter dem Namen Anglo weitergefuehrt. Bis 1979 wurde in Fray Bentos weiter produziert, dann wurde das Werk geschlossen, die Produktion von Fleischprodukten unter dem Namen Fray Bentos ging aber weiter mit Betrieben in den USA.

 

Die urspruenglichen Produktionsanlagen in Fray Bentos wurden in ein Museumm umgestaltet und seit 2005 kann man mit einer Fuehrung die Fabrik besichtigen, hier das von den Englaendern gebaute Kuehlhaus.

 

 

 

http://www.argentinaindependent.com/images/feb2010/fraybentos/fraybentos06.jpg

Ein Bild aus alten Zeiten: Tiefgefrorene Rinderhaelften werden auf ein Kuehlschiff verladen.

 

 

 

 

Fuer den Betrieb der Anlagen war sehr viel Energie notwendig. Mit mehreren Dampfmaschinen wurde genug Elektrizitaet produziert um auch die umliegenden Haeuser zu versorgen.

 

Kochbecken und Filterpressen

 

Spaziergang durch alte Zeiten

 

 

Verbindung vom Schlachthaus zum Kuehlhaus. Die Rinderhaelften wurden im Schlachthaus an das Foerdersystem gehaengt. Dieser Korridor zum Kuehlhaus ist leicht geneigt, sodass das Fleisch fast ohne Kraftanstrengung transportiert werden konnte. Im Kuehlhaus erfolgt die Verteilung auf die einzelnen Stockwerke mit dem Lift

 

Ein kleveres Transportsystem

 

Blick in eine der 100 Kuehlkammern

 

Fray Bentos liegt am Rio Uruguay, gegenueber von Argentinien und kann auch von Hochseeschiffen angefahren werden.

 

Von Colonia in Uruguay aus gibt es eine schnelle Schiffsverbindung nach Buenos Aires. Das wollten wir nutzen und nochmals einen Besuch nach Buenos Aires machen, dorthin wo unser Suedameikaabenteuer vor 2 Jahren begonnen hat.

 

Kulturschock! Nach dem laendlichen Uruguay sind wir ploetzlich mitten im Grossstadtlaerm.

 

Die Wirtschaftslage hat sich in den 2 Jahren, seit wir hier waren, dramatisch veraendert. Die Teuerung betraegt 30%, es entstand ein Schwarzmarkt fuer den Geldwechsel. Der offizielle Wechselkurs betraegt 4.5 Peso fuer 1 Dollar, auf der Strasse wechselten wir fuer 8 bis 9 Peso.

 

Fuer den Geldwechsel wird man auf der Strasse angesprochen. Sobald man sich ueber den Wechselkurs einig ist wurden wir von der Strasse weg gefuehrt, in ein Hinterzimmer eines Bueros, in einen Kiosk, usw. wo sich der Geldwechsel unter Ausschluss der Oeffentlichkeit abspielte. Das gab ein etwas mulmiges Gefuehl, aber es ist immer gut gegangen.

 

Damit lebten wir trotz Teuerung guenstig in Buenos Aires.

 

Warum ueberhaupt ein Schwarzmarkt? Der Peso veliert an Wert, der Dollar ist stabil und die Argentinier duerfen offiziell keine Dollar mehr kaufen, dann wechselt man eben schwarz auf der Strasse.

 

Das Casa Rosada, der Regierungssitz am Plaza di Mayo

 

Noch einmal bewundern wir die vielen schoenen Gebaeude

 

Aber auch die kleinen Sachen wollen wir nochmal sehen, hier ein Blumenkiosk in der Via Florida

 

8 bis 10 Hunde auf dem Spaziergang mit einem Hundehueter, absolut friedlich.

 

Das Teatro Colon, vor 2 Jahren besuchten wir ein Balett und ein Konzert, diesmal gab es keine Vorfuehrungen, dafuer machten wir bei einer Fuehrung durch das grosse Haus mit.

 

Das Theater ist frisch renoviert und strahlt in seinem urspruenglichen Prunk.

Leider konnten wir nicht hinter die Buehne, da das Buenos Aires Sinfonieorchester gerade am Proben war.

 

 

Hier ein paar Eindruecke:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Detail: Der Bildhauer zeigt sogar die Eindruecke der Finger auf dem Oberschenkel

 

 

 

Themenwechsel, vom Theater zum Plaza di Mayo:

 

Vor der Metropolitan Kathedrale haeufen sich Lebensmittel. Hier ist eine Sammelstelle fuer die Leute, die vor ein paar Tagen durch heftige Regenfaelle in der Region La Plata aus ihren Haeusern evakuiert werden mussten.

 

Private bringen die Waren, die dann in die Lastwagen verladen werden.

 

Vorallem Trinkwasser ist sehr wichtig, aber auch Matrazen fuer improvisierte Lager werden gebraucht.

 

Das Fernsehen ist mit einem Uebertragungswagen vor Ort mit dabei.

 

Die Pfadfinder helfen aktiv mit.

 

Vor wenigen Tagen wurde ein Argentinier zum neuen Papst gewaehlt.

 

Das muss gefeiert werden, eine Grossbank entlang der Av. 9 de Julio hat ein riesiges Bild von Papst Franziskus ueber ihr Gebaeude gehaengt.

 

An jedem Kiosk werden Bilder, Zeitschriften, Kalender usw. mit dem Bild von Papst Franziskus angeboten.

 

Ein gemuetliches altes Bistro in Caminito

 

Schade: Ausgerechnet jetzt wurde die Av. Florida, die Fussgaengerzone und Hauptgeschaeftsstrasse in eine riesige Baustelle verwandelt.

 

Trotz Baustellen, die Strassentaenzer finden immer wieder eine Ecke um ihre Tangkuenste zu demonstrieren, hier in der Via Florida.

 

Auch der Obelisk auf der Av. 9 de Julio trotzt der Baustelle.

 

Wir haben den Besuch in Buenos Aires genossen, es war ein guter Abschied von Argentinien.

 

 

Wieder in Uruguay geht die Fahrt weiter nach Sueden

 

Nueva Helvecia.

 

So schweizerisch gibt es in der Schweiz gar keine Dorf .....

 

Sofort faellt uns auf, dass etwas fehlt: Es gibt keine hohen Zaeune mehr um die privaten Haeuser. Die Leute fuehlen sich sicher hier. Auch fuer uns war es eine sehr angenehme Abwechslung.

 

Der Wilhelm Tell und die Frau Vogel sind auf Strassenschildern verewigt.

Kantonsfahnen ueberall!

 

 

Hier gibt es guten Kaese, Wein, Honig, Wurst und Schinken zu kaufen.

Auch Braetzeli haben wir gesehen, sie waren sehr gut!

 

Es hat ein grosses Hotel in Nueva Helvecia, das natuerlich einen entsprechenden Namen haben muss. Der Eigentuemer spricht noch Deutsch, sonst aber ist alles Spanisch.

 

Beim Hotel Suizo kann man auch campieren und einige Reisende lassen auch hier ihr Auto stehen, wenn sie fuer eine Reisepause nach Europa zurueck gehen.

 

Wiedersehen nach 2.5 Jahren: Doris und Hans hatten ihr Auto hier abgestellt und kamen jetzt wieder aus der Schweiz angereist um die Reise durch Suedamerika fortzusetzen.

Wir feierten das Wiedersehen mit einem herrlichen Fondue im Restaurant des Hotel Suizo.

Auch im Restaurant des Hotels haengen die Waende voller CH-Souvenirs

 

Kaum in Montevideo eingetroffen ging alles viel zu schnell. Anstatt Stadtbesichtigung, Einkaufen und Mails schreiben hiess es ploetzlich: In 3 Stunden muessen wir am Hafen sein, das Schiff faehrt 2 Tage frueher als vorgesehen....

 

Die Einfahrt zum Hafen.

 


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