Kanada

 

Nova Scotia Hauptinsel

Teil 2

 

Nova Scotia

 

 

 

 

P1020725

Das Wharf Rat Rally in Digby ist ein jährliches Treffen von Motorradfahrern.

 

 

P1020951

 

Überall hängen diese Tafeln, die Biker werden willkommen geheissen

 

P1020952

2015 sollen es 25000 Motorräder gewesen sein, für 2016 hat man sich mehr vorgenommen. 90% sind Harley Davidson

 

Die Hauptstrasse durch Digby ist für Autos gesperrt, nur Motorräder dürfen durch.

 

Alles dreht sich um die Maschinen, die Stimmung ist friedlich. Verkaufsstände für alles möglich an Zubehör gibt es und auch und Abend spielen Bands auf.

 

P1020958 P1020960

 

 

P1020961P1020962

 

 

P1020897 P1020933

Marke Eigenbau

 

 

 

P1020932

Flanieren durch Bike- 

Zubehör

 

P1030046

Auch das gehört natürlich zu einem Grossanlass, hier mit Royal Flush, d.h., mit Königlicher Spülung. Ob wohl der Thron auch königlich ist?

 

P1020970

Ob das funktioniert?

 

P1020972

Wir sind im Norden von Nova Scotia, beim Minas Basin. Hier beträgt die maximale Differenz von Flut und Ebbe 18 Meter!

 

Das Wasser steigt resp. sinkt sehr rasch, für die Fischer das etwas mühsam, sie müssen sich ständig nach unten oder oben verschieben

 

P1020986

Bei Ebbe könnte man hier am Hafen von Wolfville im Lehm herumrutschen, im Moment ist gerade niemand aktiv und wir hatten eigentlich keine Lust…

 

P1030078

Daneben gibt es das

MUD SLIDE CAFE, man bekommt aber auch einen Kaffee ohne vorher im Dreck zu wühlen

 

P1020997

Normalerweise fliesst das Wasser im Fluss nach rechts, doch jetzt drückt die Flut das Wasser flussaufwärts

 

P1030003

Oben im Bild kommt die Flut nach oben, unten fliesst immer noch Flusswasser nach unten

 

P1030007

Wo man vorher zu Fuss über das Flussbett gehen konnte, müsste man jetzt das Boot nehmen.

 

Oben im Bild sieht man noch den Damm, der bei besonders hohen Fluten die dahinter liegenden Felder schützt.

 

P1030097 P1030096

 

Den Touristen gefällt es!

P1030085

Die Insel liegt auf dem Trockenen, doch in 2 oder 3 Stunden wird es anders aussehen.

 

 

 

Gedenktafel beim Acadien Memorial in Grand PréP1020979

Anfangs des 18. Jahrhunderts wurde Nova Scotia von Franzosen besiedelt. Sie haben sich vor allem in der Region zwischen Annapolis und Grand Pré niedergelassen und haben dieses Tal fruchtbar gemacht. Dazu haben sie auch grosse Dämme gebaut und damit dem Meer im Minas Bassin viel fruchtbares Land abgerungen.

 

Als Resultat des 7 Jährigen Krieges in Europa zwischen Frankreich und England wurde Acadien (so hiess dieser Landstrich damals) den Engländern zugesprochen. Die Französischen Siedler weigerten sich aber, den neuen Herren Treue zu schwören. In der Folge begannen die Engländer die Acadier zu deportieren. Entweder zurück nach Frankreich, nach dem heutigen Quebec, oder in die USA, vor allem in die Südstaaten. Die Acadier verloren das fruchtbare Land, Diejenigen die später wieder zurück kamen, mussten mit unfruchtbarem Land an der Westküste (um Yarmouth) vorlieb nehmen.   

 

P1020977

Evangeline, die Symbolfigur der Acadier. Sie basiert auf einer Geschichte von Henry Wadsworth Longfellow. Er beschreibt dort die Suche von Evangeline nach ihrem Liebsten, Gabriel. Die beiden wurden bei der Deportation getrennt. Erst als alte Frau findet sie Gabriel, doch er ist krank und stirbt in ihren Armen.

 

Die Statue von Evangeline beim Memorial in Grand Pré 

 

P1030057

Um 1829 entstand der Shubenacadie Kanal, eine Schiffsverbindung vom Minas Basin quer durchs Land nach Halifax. Das erleichterte den Warenaustausch enorm. Der Kanal war bis 1870 in Gebrauch. 9 Schleusen waren auf der Länge des Kanals von 114km notwendig um die 31m Höhendifferenz zu überwinden.

Bereits 1871 nahm die Eisenbahn von Halifax nach Windsor und Truro den Betrieb auf, das war dann das Ende des Kanals.

 

 

 

 

P1030058

 

Die Schleuse Nr. 5 wurde restauriert und kann besichtigt werden. Der Kanal selbst ist zum grössten Teil nicht mehr sichtbar, am östlichen Ende dient er aber stellenweise noch für Freizeitkapitäne.

 

P1030059

 

 

P1030101

Ein Farmers Market an der Route nach Truro.

 

Der Namen `Green Thumb` oder eben Grüner Daumen steht zu Recht, neben dem frischen Gemüse blühen überall Blumen.  Auch die Backwaren sind sehr gut, natürlich gibt’s auch Kaffee dazu, und um das Angebot abzurunden verkaufen sie auch Souvenirs.

 

 

 

P1030103

1773 kamen die ersten Schiffe mit Immigranten aus Schottland an.

 

P1030108

Die Geschichte der ersten Immigranten

 

P1030109

Eine Nachbildung der Hector.

 

Das Schiff geriet im Nordatlantik in einen Sturm, dadurch verlängerte sich die Überfahrt um 2 Wochen. Halbverhungert erreichten ca. 200 Passagiere bei Pictou Kanada und liessen sich hier nieder. Nicht alle haben die Überfahrt überlebt, es sollen unter anderen auch 18 Kinder gestorben sein.

 

In den folgenden Jahren kamen Tausende aus Schottland hierher.

 

 

P1030106

Die Landung in Pictou.

 

Vom Dudelsackpfeifer heisst es, dass er mit dem Schiff mitfahren wollte, aber die Passage nicht bezahlen konnte. Der Kapitän nahm ihn trotzdem mit unter der Bedingung, dass er zur Hebung der Moral an Bord aufspielen musste.

 

P1030112 P1030115

Die Farben der Clans sind in der Hauptstrasse und im Museum allgegenwärtig

 

Lauras Familie gehört zum Clan Gunn

 

P1030121 P1030125

4 Kajütenbetten übereinander, und pro Bett war jeweils 1 Familie zugeteilt, das war eng.

 

 

P1030125 - CopyInserat für die Schiffspassage von Schottland nach Kanada

 

P1030164

Der Leuchtturm von Cape Georg, und gleich daneben ……

 

P1030165

….. ein original Bärendreck

 

Jetzt kurz vor dem Winter fressen die Bären vor allem Beeren, was gut zu erkennen ist.

Den Eigentümer dieses Haufens haben wir leider nicht gesehen

 

P1030145

Ein schöner Stellplatz am Hafen von Pictou

 

P1030179

 

 

 

 

 

 

Eigentlich wollten wir zum Bluefin Tuna Museum in Ballantines Cove, das war aber bereits geschlossen. Dafür gab es aber Action in der Nacht, als ein Fischerboot in den Hafen einfuhr. Sie hatten einen Tunfisch gefangen. Später in der Nacht kam noch ein 2. Fang im Hafen an.

 

P1030184

 

P1030171

In der Fischfabrik direkt am Hafen wird der Fisch registriert, gewogen, Kopf, Schwanz und Flossen abgeschnitten (mit der Motorsäge!) und auf Eis gelegt. Am nächsten Morgen kommt ein Kühltransporter und bringt die Fische zum Flughafen, von wo sie nach Japan geflogen werden.

 

 

P1030172

 

 

 

 

 

P1030189

Der Tunfischfang ist streng reglementiert. Am Tag als wir in  Ballantines Cove ankamen war der Start zur Fangsaison. Bereits nach 1 Stunde wurde der erste Fisch gefangen. Jeder registrierte Fischer hat das Recht für 1 Tunfisch pro Saison. Gefischt wird mit der Angelrute, die natürlich entsprechend stabil sein muss.

 

 

P1030186 P1030185

Spaziergang am Strand

 

P1030190

Hier hat sicher jemand eine Bauparzelle gekauft und zur Vorfreude auf sein zukünftiges Heim schon mal einen Apéro Tisch mit Stühlen aufgestellt. Gute Idee!

 

Im Hintergrund als feiner Streifen ist Cape Breton, unser nächstes Ziel

 

P1030192

Die Aussicht wäre gar nicht schlecht.

 

P1030194

Und weiter geht’s auf guten und leeren Strassen in  Richtung Cape Breton